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Eichwalde Land will Umlandgemeinden aufwerten und finanziell besser ausstatten
Lokales Dahme-Spreewald Eichwalde Land will Umlandgemeinden aufwerten und finanziell besser ausstatten
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17:26 29.08.2019
Kleinere Kommunen wie Zeuthen sollen künftig wieder als zentrale Orte anerkannt und auch finanziell unterstützt werden. Quelle: Josefine Sack
Zeuthen/Eichwalde/Schulzendorf

Die drei berlinnahen Gemeinden Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf könnten schon bald zu „Grundzentren“ erklärt werden. Das teilte Eichwaldes Bürgermeister Jörg Jenoch (WIE) in dieser Woche bei einer Sitzung des Ortsentwicklungsausschusses mit.

Zum Hintergrund: Mit dem neuen Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion (LEP HR), der seit Juli in Kraft ist, will das Land Brandenburg nach mehr als zehn Jahren wieder so etwas wie Grundzentren einführen. Die Rede ist von „grundfunktionalen Schwerpunkten“.

Zentren übernehmen Funktionen fürs Umland

Streng genommen handelt es sich dabei bloß um ein Instrument für die Regionalplaner, die Orte nach Größe und Rolle, die sie für ihre Umgebung spielen, einteilen. Es gibt Metropolen wie Berlin, Oberzentren wie Potsdam oder Cottbus und Mittelzentren wie Schönefeld und Wildau oder Königs Wusterhausen. All diese Städte übernehmen bestimmte Funktionen für umliegende Kommunen: Sie betreiben Schwimmbäder, haben Einkaufszentren und teilweise auch Krankenhäuser. Aus diesem Grund werden sie speziell gefördert.

Nun sollen auch wieder kleinere Kommunen als zentrale Orte anerkannt und unterstützt werden. Doch was bedeutet das für die drei Gemeinden im Süden von Berlin? Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf übernehmen schon jetzt wichtige Aufgaben für andere mit. Dennoch haben alle drei nicht einmal den Status eines Mittelzentrums.

Die Rede von 100.000 Euro jährlich

„Wir haben im Norden des Landkreises die Situation, dass wir vor großen strukturellen Herausforderungen stehen, aber kaum Geld haben“, sagte Zeuthens Bürgermeister Sven Herzberger (parteilos). Von den Plänen, dass seine Gemeinde in Zukunft zum „grundfunktionalen Schwerpunkt“ erklärt werden könnte, wusste er zwar noch nichts. Eine zusätzliche Unterstützung durch das Land würde er aber grundsätzlich gutheißen, sagte Herzberger.

Wenn es so kommt, könnte es vom Land künftig auch für kleinere Gemeinden wie Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf Ausgleichszahlungen geben. Derzeit ist die Rede von 100.000 Euro jährlich pro „grundfunktionalen Schwerpunkt“.

Zuzug und BER stellen Kommunen vor große Aufgaben

„Eine übergeordnete, breite Regionalplanung wäre für unsere drei Gemeinden wichtig“, sagte auch Eichwaldes Bürgermeister Jörg Jenoch (WIE). Angesichts des hohen Zuzugs und der Sogwirkung des BER wünscht sich Jenoch perspektivisch sogar einen gemeinsamen Flächennutzungsplan für Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf: „Wir müssen bei Planungen künftig noch besser miteinander reden.“

Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke (parteilos), der bislang noch nichts von den Plänen wusste, verwies darauf, dass man zunächst die Vor- und Nachteile eines solchen Status bewerten müsse.

Bis die drei Gemeinden zu „grundfunktionalen Schwerpunkten“ erklärt werden könnten, wird es aber noch eine Weile dauern, hieß es vom Leiter der Regionalen Planungsgemeinschaft in Cottbus, Carsten Maluszczak. Es sei noch nichts in Sack und Tüten und so ein Prozess dauere, sagte er.

Von Josefine Sack

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