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Eichwalde Klasse gewinnt bei bundesweitem Mathe-Wettbewerb
Lokales Dahme-Spreewald Eichwalde Klasse gewinnt bei bundesweitem Mathe-Wettbewerb
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16:31 25.01.2019
Nach der Preisverleihung im Audimax an der Technischen Universität in Berlin ging es für die 6a zum Fotoshooting ins Foyer. Quelle: Josefine Sack
Berlin/Eichwalde

Integralrechnung, Gleichungen, Ableitungen – vor allem in den höheren Klassenstufen gehört Mathematik selten zu den Lieblingsfächern bei den Schülern. Dabei kann Rechnen auch Spaß machen. Oliver Hese hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Schüler für das oft unliebsame Fach zu begeistern. Hese ist Mathe-Lehrer am Humboldt-Gymnasium in Eichwalde. Jedes Jahr motiviert er seine Schüler, am bundesweiten Wettbewerb „Mathe im Advent“ teilzunehmen.

Oliver Heses Rechnung ist aufgegangen: Bei der „Mathe-Kalender“-Preisverleihung, die am Freitag im Audimax der Technischen Universität Berlin stattfand, räumte die 6a den dritten Preis ab. „Die Schüler waren sehr hinterher, auch die schwierigen Aufgaben zu lösen“, sagt Hese. Selbst am Wochenende haben die Kinder sich die Zeit zum Knobeln genommen. „Wann löst man denn als Kind schon jeden Tag eine Mathe-Aufgabe“, sagt der Lehrer und nickt anerkennend.

Fröhliche Gewinner: Die 6a vom Humboldt-Gymnasium Eichwalde im Foyer der TU Berlin Quelle: Josefine Sack

24 Türchen voller Mathematik

2018 nahmen laut der Mathe im Leben gemeinnützigen GmbH, die das Projekt betreut, mehr als 130 000 Schüler aus ganz Deutschland teil. Die Teilnehmer mussten vom 1. bis zum 24. Dezember jeden Tag eine kniffelige Mathematikaufgabe lösen, die sich hinter den 24 Türchen des virtuellen Adventskalenders verbargen. Die Aufgaben mussten im Klassenverband gelöst werden.

Auch wenn Mathematik nicht unbedingt zu ihren Lieblingsfächern zählt, hatten die Schüler der 6a Spaß am Knobeln. „Manchmal waren die Aufgaben ganz schön kniffelig“, erzählt Liane Kneuer (11). Nina Völker (12) ergänzt: „Wir haben die Aufgaben erst allein gelöst und dann im Unterricht besprochen.“ Beide sind sich einig: „Der Mathe-Unterricht bei Herrn Hese ist cool.“

Die Aufregung vor der feierlichen Preisverleihung am Freitag in Berlin war groß. Noch warten die Schüler, bis es losgeht. Quelle: Josefine Sack

Klassenausflug ins Forschungslabor

Neben dem Klassenpreis – die 6a hat einen Ausflug in das Berliner Forschungszentrum und Entwicklungslabor „3IT“ des Fraunhofer-Instituts gewonnen – wurden noch zwei Einzelpreisträger gekürt: Jan Teschner und Lenny Sieber haben bei allen Aufgaben die volle Punktzahl erreicht und wurden als Klassenbeste ausgelost.

„Mathe im Advent“ entwickelte sich 2008 aus dem von der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) und dem Forschungszentrum Matheon angebotenen Mathe-Adventskalender für Schüler der Oberstufe. Die Idee dahinter: auch jüngeren Schülern einen spielerischen Zugang zur Mathematik und ihren angrenzenden Disziplinen zu ermöglichen. In den vergangenen 15 Jahren haben mehr als eine Million Schüler mitgemacht.

Schüler wollen 2019 wieder mitknobeln

Die Veranstalter betonen, dass sich der Wettbewerb deutlich vom klassischen, in der Schule vermittelten Mathematikunterricht unterscheidet. Die Freude am Mathemachen und logisches Denken stehen im Vordergrund. In dem Test ging es etwa darum, die Geschwindigkeit bei einem Bobrennen der Weihnachtswichtel zu ermitteln. Bei anderen Aufgaben wurden die Kinder aufgefordert, zu basteln.

Lehrer Oliver Hese ist begeistert: „Auch wenn dafür der reguläre Unterricht drauf geht, opfere ich den Dezember gern für die Teilnahme am Mathe-Kalender.“ So gut wie 2018 haben seine Schützlinge noch nie abgeschnitten. Er hofft nun, dass sie das ganze Jahr über die Lust am Matheunterricht behalten: „Im nächsten Schuljahr wollen wir wieder teilnehmen.“

Von Josefine Sack

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