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Dahme-Spreewald Elch rammt Auto und flüchtet
Lokales Dahme-Spreewald Elch rammt Auto und flüchtet
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12:19 10.03.2018
In Brandenburg tauchen immer wieder Elche auf.
In Brandenburg tauchen immer wieder Elche auf. Quelle: dpa
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Ein Auto und ein Elch sind sich Donnerstagnacht auf der B168 in die Quere gekommen. Das große Wildtier wollte auf seinen Streifzügen gegen 22.40 Uhr die Straße überqueren. Ein Autofahrer konnte seinen Wagen nicht rechtzeitig abbremsen und rammte das Tier. Nach dem Unfall flüchtete der Elch und hinterließ einen Schaden von etwa 5000 Euro. Der Autofahrer blieb unverletzt. Für seinen Wagen ging es nicht weiter, er musste abgeschleppt werden.

Ob es sich bei dem Tier tatsächlich um einen Elch handelte, kann nicht endgültig gesagt werden. Der Schaden nach dem Unfall lässt aber darauf schließen.

Einmal recht freundlich. Dieser Elch spazierte kürzlich in Dolgenbrodt durch den Wald. Im Hintergrund ist der zweite zu erkennen. Quelle: Gerd Graefen

Immer wieder wurden in den vergangenen Monaten Elche im Landkreis Dahme-Spreewald gesichtet. Vor allem in der Lieberoser Heide ist die größte Hirschart anzutreffen.  In Dolgenbrodt hatte Spaziergänger Gerd Graefen sogar Glück und konnte die Tiere fotografieren. „Auf Zehenspitzen habe ich mich ganz dicht herangeschlichen, sie lagen beide auf dem Boden und ich hatte das Gefühl, dass sie extra für mich aufgestanden sind, mich anschauten und für das Foto posierten“, sagte er der MAZ.

Elche sind sehr scheue Tiere, die zurückgezogen leben. Aus Polen, Tschechien und den baltischen Ländern zieht es die Tiere auch wieder nach Brandenburg. Vor allem nachts sind sie unterwegs. Bis zu 80 Kilometer legen sie jeden Tag zurück, dabei benötigen sie große Territorien. Doch die Wälder sind im Landkreis Dahme-Spreewald immer wieder durch Straßen unterbrochen.

Kollidiert ein Elch mit einem Auto, kann das sowohl für den Autofahrer, als auch für das Tier tödliche Folgen haben. Prallt ein Wagen auf den bis zu 500 Kilogramm schweren Elch, entstehen starke Schäden am Auto. Ausweichen können Autofahrer nur selten, denn die großen Hirsche brechen oft unberechenbar aus dem Unterholz aus und laufen über die Straße. Die Tiere sterben meist an inneren Verletzungen. Selbst, wenn sie noch von der Unfallstelle flüchten können.

Das Unfalltier vom Donnerstag wurde bisher nicht wieder gesehen.

MAZonline

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