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Dahme-Spreewald Esperanto-Zentrum: Die ersten Gäste sind da
Lokales Dahme-Spreewald Esperanto-Zentrum: Die ersten Gäste sind da
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09:01 27.07.2019
Die erste Esperanto-Gruppe im Bahnhof Halbe hat mit dem Umbau begonnen. Die Teilnehmer kommen aus aller Welt. Quelle: Udo Böhlefeld
Halbe

Die ersten Gäste sind da: In einem der künftigen Seminarräume des alten Bahnhofs haben sich Freiwillige aus aller Welt beim gemeinsamen Frühstück eingefunden. Und trotz ihrer ganz unterschiedlichen geografischen Herkunft sprechen sie eine gemeinsame Sprache. Eine Sprache, die mal nach Spanisch oder Portugiesisch, mal etwas slawisch klingt. Im alten Empfangsgebäude des Bahnhofs in Halbe entsteht ein Esperanto-Zentrum, wie es das in dieser Größe weltweit nicht gibt.

Den Kaiserbahnhof nebenan

Das alte Hauptgebäude ist Teil des Gesamt-Ensembles des Halber Bahnhofs, der schon seit langem nicht mehr seinem ursprünglichen Zweck dient. Gleich nebenan hat der Neuseeländer Peter Macky das ehemalige Empfangsgebäude für die Hofjagdgesellschaft des damaligen preußischen Königs und späteren Kaisers Wilhelm I. wieder herrichten lassen. Große Teile des Bahnhofes wurden schon nach dem Ersten Weltkrieg als Wohnungen genutzt. Und neben einer Gaststätte im Erdgeschoss war auch das künftige Esperanto-Zentrum eher Wohnhaus als Bahnhof.

Willi Schwabe, der 1957 im ursprünglichen Bahnhofsgebäude mit seiner Ausbildung bei der Bahn angefangen hat, ist bis heute dabei. Ab 2014 unterstützte er Peter Macky bei der Restaurierung des Kaiserbahnhofs. Jetzt, nur noch Wochen vor der Fertigstellung und feierlichen Eröffnung, ist er auch dem Initiator des Esperanto-Bahnhofs Ralf Fröhlich, 46, eine grandiose Unterstützung. Schwabe kennt das gesamte Areal wie seine Westentasche, weiß, wer wann in welcher Wohnung gelebt und wer die ehemalige Bahnhofsgastronomie betrieben hat. Und er kann auch hilfreich zur Seite stehen, wenn es um Gespräche mit der heutigen Bahn AG geht.

Ärmel hoch

Fröhlich, der in Schweden aufgewachsen ist und vor allem im Winterhalbjahr wegen der noch fehlenden Heizung im Bahnhof im Berliner Wedding lebt, war von dem Projekt Peter Mackys so angetan, dass er sich um den noch brach liegenden Teil des Bahnhofes beworben hat. „Seit knapp vier Monaten haben wir die Schlüssel für den Bahnhof.“ Seitdem haben Freiwillige aus der Esperanto-Bewegung aus vielen Ländern die Ärmel hoch gekrempelt. In der ehemaligen Bahn-Wohnungsetage im ersten Stock haben sie das Notwendigste gemacht, um die Räume wieder herzustellen.

Offizielle Eröffnung in zwei Jahren

Seit gestern ist die erste international besetzte Gruppe zu Gast. Nach dem Prinzip „Hand gegen Koje“ arbeiten die Teilnehmer eines Workshops ein paar Tage im Haus, unternehmen aber auch Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. An diesem Wochenende geht es in die Hauptstadt zum Christopher Street Day. Wenn die Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten in zwei Jahren abgeschlossen sind, das Zentrum offiziell eröffnet wird, sollen hier Veranstaltungen von Vereinen, Stiftungen, Unternehmen oder Privatpersonen stattfinden. Höheres Ziel ist dabei der Betrieb eines Zentrums für esperantosprechende Menschen aus aller Welt. Diese sollen dann nach Möglichkeit der Stadt Halbe etwas von dem zurückgeben, was Fröhlich schon bislang an Unterstützung aus der Gemeinde erfahren hat.

Von Udo Böhlefeld

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