Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Forderung nach seniorengerechten Wohnungen
Lokales Dahme-Spreewald Forderung nach seniorengerechten Wohnungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:16 22.02.2018
Geschlossener NP-Markt in der Forstallee in Zeuthen. Quelle: Oliver Becker
Zeuthen

Nach dem Aus des NP-Marktes in der Zeuthener Forstallee werden Stimmen in der Gemeindevertretung laut, die den Bau von seniorengerechten Wohnungen auf der bereits versiegelten Fläche fordern. Die CDU plädiert ferner für die Stärkung der Lebensmittel-Discounter in Zeuthen, um die Menschen von der Nahversorgung nicht abzuschneiden.

Mehrfamilienhäuser geplant

Erneutes Thema war das Bauvorhaben auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung. Auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Areal sollen nach letzten Überlegungen drei Mehrfamilienhäuser entstehen. Die Gemeindevertretung hatte 2017 mit der Aufstellung des Bebauungsplans den Weg für das Bauprojekt frei gemacht. Vergebens hatte der Investor nach dem Aus von NP versucht, einen Lebensmittelversorger oder andere gewerblichen Interessenten zu finden und hatte sich schließlich für die Umwandlung der Gewerbefläche in Wohnraum entscheiden.

„Die Gemeindevertreter haben darauf hingewiesen, dass sie es sehr gut fänden, wenn hier seniorengerechte Wohnungen entstehen, die sozialverträglich finanzierbar sind. Wir als Gemeinde wurden angehalten, uns dafür beim Investor stark zu machen“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). „Wir werden das aufnehmen und sind in gutem Kontakt mit dem Investor“, so Burgschweiger weiter.

Bedarf an seniorengerechten Wohnungen

„Es gab einige Stimmen, die sich für seniorengerechte Wohnungen an der Stelle ausgesprochen haben. Am Ende ist es aber Aufgabe des Investors zu schauen, wie er die Wohnungen los wird“, sagte Karl Uwe Fuchs (FDP). Viele Dinge seien noch unklar, da der Investor selbst noch unsicher sei, ob er selbst Häuser errichtet oder die Flächen veräußert und einen Dritten bauen lässt. „Die Gemeindevertretung hat nun erst einmal den Bebauungsplan aufgestellt. Was der Investor dann macht, ist abhängig von ihm. Er ist Herr des Verfahrens. Klar ist aber, dass wir Wohnungen brauchen, die senioren- und behindertengerecht sind“, so Fuchs weiter.

„Wir können zwar Wünsche äußern, doch ist das Sache des privaten Investors“, schloss sich Sonja Pansegrau (Linke) an. Dass der Discounter weggefallen sei, wäre für den einen oder anderen Anwohner bedauerlich. Doch sei es besser, dass auf einer bereits versiegelten Fläche Wohnraum entstehe, als dass dort über Jahre nichts passiere und auf einer unberührten Wiese gebaut werde. „Darüber, dass dort seniorengerechtes Wohnen geschaffen werden soll, haben wir in der Gemeindevertretung noch gar nicht gesprochen – derartige Pläne sind mir nicht bekannt“, sagte Nadine Selch (CDU). Generell müsse man darauf achten, dass es in Zeuthen genügend Wohnraum gebe und neuer Wohnraum entstehe, ebenso dass die Nahversorgung gewährleistet bleibe – so die CDU-Frau. Man habe mit dem ehemaligen NP-Markt einen wichtigen Discounter verloren.

Kleinere Lebensmittel-Discounter unterstützen

Im Moment habe die Gemeinde im Ort nur den Edeka-Markt, Rewe und den kleinen Netto im Bayerischen Viertel. „Wir müssen als Gemeindevertretung nun darauf achten, dass wir keine Bevölkerungsteile von der Nahversorgung abschneiden“, sagte Selch mit Blick auf die ältere Bevölkerung. „Nachgedacht werden sollte daher entweder über einen weiteren Discounter oder die Ertüchtigung des Edeka-Marktes in Miersdorf“, so Selch. Sofern sich dieser vergrößern wolle, müsste man dem Eigentümer auch die Möglichkeit dazu bieten, um weiter konkurrenzfähig zu bleiben. Wegen anderer Großmärkte wie Edeka und Aldi in Schulzendorf stünde der Edeka in Miersdorf unter großem Konkurrenzdruck. „Der Markt in Miersdorf ist klein und hat dementsprechend auch nur ein begrenztes Sortiment. Wir sollten hier Gesprächsbereitschaft signalisieren und prüfen, ob eine Vergrößerung der Gewerbefläche möglich ist“, so Selch.

Von Oliver Becker

Warnstreik ist keine Schönwetterveranstaltung. Das wissen die in den Ludwigsfelder Firmen MTU und Gestamp beschäftigten Metaller. Mehr als 300 Kollegen beteiligten sich Dienstag am Warnstreik im Industriegebiet. Damit folgten sie einem Aufruf der IG Metall, um deren Forderungen bei den Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen.

12.01.2018
Teltow-Fläming Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) - Home24 bietet vielen Flüchtlingen Jobs

Im Logistikzentrum des Online-Möbelhauses Home24 in Ludwigsfelde arbeiten viele Flüchtlinge. Home24 war eine der ersten Firmen der Region, die Flüchtlingen Jobs anbot. Damit löst das Unternehmen sein Personalproblem.

12.01.2018

Eine der bekanntesten SPD-Politikerinnen aus Teltow-Fläming wird Leiterin von Jugend-, Sozial- und Ordnungsamt in Königs Wusterhausen (LDS). Maria von Schrötter übernimmt den Job, den Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler KW) einst selbst inne hatte. Bislang ist sie Geschäftsführerin beim Evangelischen Jugendwerk TF.

09.01.2018