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Dahme-Spreewald "Frau Merkel hat gar nichts richtig gemacht"
Lokales Dahme-Spreewald "Frau Merkel hat gar nichts richtig gemacht"
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17:46 09.08.2013
Barbara Wolff nach dem MAZ-Gespräch in Königs Wusterhausen. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

MAZ: Wer sind die Freien Wähler?

Barbara Wolff: Wir sind eine Vereinigung von Bürgerinitiativen und vor allem in der Kommunalpolitik verankert. In Königs Wusterhausen haben wir zum Beispiel ein Stadtratsmandat mit Frithjof von Rottkay vom Bürgerbündnis, das zu den Freien Wählern gehört. Den Brandenburger Landesverband, dessen Vorsitzende ich bin, gibt es seit 2010. In Bayern gibt es die Freien Wähler schon seit Jahrzehnten, dort sind wir sogar im Landtag vertreten.

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Warum nehmen die Freien Wähler jetzt erstmals an einer Bundestagswahl teil?

Wie hoch schätzen Sie die Chancen, in den Bundestag einzuziehen?

Wolff: In Bayern wird eine Woche vor der Bundestagswahl am 22.September der Landtag gewählt. Wenn wir da gut abschneiden, könnten wir es auch im Bund schaffen.

Was gefällt Ihnen nicht an der jetzigen Politik?

Haben Sie bessere Rezepte für die aktuellen Probleme?

Wolff: Ich finde, ja. Wir wollen das Steuerrecht vereinfachen, eine gesamtdeutsche Bildungspolitik sowie Volksentscheide und Volksbegehren auf Bundesebene einführen. Wir haben Vorschläge, um aus dem Schulden-Wahnsinn herauszukommen.

Warum wird das öffentlich kaum wahrgenommen?

Wolff: Wir werden bewusst ignoriert. Mich wundert zum Beispiel, dass die Alternative für Deutschland so hochgejubelt wird, obwohl sie weder in Kommunen noch in der Landespolitik irgend etwas vorzuweisen hat. Auch bei Wahlanalysen tauchen nur die auf, wir komischerweise nicht.

Wie sieht Ihr persönlicher Wahlkampf aus?

Wolff: Ich werde auf Wochenmärkten unterwegs sein, unter anderem mit meinen selbst gebackenen Pflaumenkuchen. In Schulzendorf, Eichwalde und Zeuthen hängen schon unsere ersten Plakate, bis Ende August werden wir in weiteren Gemeinden plakatieren.

Wie finanzieren Sie das?

Wolff: Ich bezahle fast alles selbst.

Gibt es keine Spender?

Wolff: Spenden von Firmen nehmen wir nicht an, von Privatpersonen nur bis zu einer bestimmten Höhe. So wollen wir uns unsere Unabhängigkeit bewahren.

Wie viele Kandidaten gibt es in Brandenburg?

Wolff: Wir haben in vier Wahlkreisen Direktkandidaten aufgestellt und außerdem eine siebenköpfige Landesliste.

Warum können Sie nicht mehr Leute mobilisieren?

Wolff: Es ist in der Tat schwer. Viele Aktivisten aus der Bürgerbewegung sind in Parteien verschwunden. Der Wir-Gedanke, den wir nach der Wende hatten, ist nicht mehr da.

Wird der prominenteste Freie Wähler, Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger aus Bayern, die Brandenburger im Wahlkampf unterstützen?

Wolff: Er wird Ende August einen Tag lang in Brandenburg sein und auch nach Königs Wusterhausen kommen. Das genaue Programm steht noch nicht fest.

Was unterscheidet Sie von Politikern der etablierten Parteien?

Interview: Frank Pawlowski

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