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Dahme-Spreewald Fußgängertunnel unter Wasser
Lokales Dahme-Spreewald Fußgängertunnel unter Wasser
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17:34 18.12.2013
Bevor die Arbeiten am Bahnhof weitergehen können, muss loser Sand ausgebaggert werden. Quelle: Martin Küper
Königs Wusterhausen

Da hilft auch kein festes Schuhwerk mehr: Die Baustelle für die Unterführung am Bahnhof in Königs Wusterhausen steht seit einiger Zeit bis zu viereinhalb Meter unter Wasser. Eine Spezialfirma schickt nun Taucher in die braune Brühe. Sie bereiten den Untergrund vor für eine eineinhalb Meter starke Betonschicht, die das Grundwasser zurückhalten soll.

„Wenn nicht gerade schwerer Frost dazwischen kommt, können wir in der zweiten Januarwoche den Beton gießen“, erklärt Baustellenleiter Matthias Kämmerer. „Dann liegen wir immer noch gut im Zeitplan.“ Der sieht vor, dass der Fußgängertunnel zwischen Storkower und Maxim-Gorki-Straße bis zum November 2014 fertig sein soll. Die unbeliebte provisorische Brücke zwischen den Gleisen 1 und 2/3 soll schon im September verschwinden.

Noch wird am Bahnhof in Königs Wusterhausen kräftig gebaut. Dort soll bis Oktober 2014 ein Fußgängertunnel entstehen. So können die Fahrgäste dann zu den Bahnsteigen gelangen. Im Dezember sollen der neue Busbahnhof, ein Park-and-ride-Parkplatz und ein Bike-and-ride-Parkplatz eröffnet werden.

In diesen Tagen sind die drei eingesetzten Industrietaucher damit beschäftigt, überschüssigen Sand aus der Baugrube zu pumpen. Dazu fahren sie mit einer Art Riesen-Staubsauger über den schlammigen Untergrund. Das eingesaugte Wasser-Sand-Gemisch landet zunächst in einem provisorischen Rückhaltebecken. Dort schöpft ein Bagger den Sand ab, das Wasser läuft zurück in die Grube.

„Als nächstes müssen die Taucher die metallenen Spundwände unter der Wasseroberfläche ab- und Stahlträger auf dem Boden anschweißen“, sagt Bauprofi Matthias Kämmerer. So entsteht eine ebene Fläche für das massive Betonfundament, die sogenannte Auftriebsicherung. Fast 1500 Tonnen Beton bilden diese wasserdichte Schicht. Sie wird dafür sorgen, dass die spätere Unterführung und das Gleisbett darüber nicht vom Druck des Wassers aus der Form gebracht werden.

Erst wenn diese Konstruktion steht, kann das Grundwasser aus der Baugrube gepumpt werden. „Es wäre fatal, das vorher zu machen“, sagt Matthias Kämmerer. Der sinkende Spiegel würde den Bahnhof und die Gleisanlage gefährden. Außerdem sei es zwecklos, gegen das nachlaufende Wasser der nahe verlaufenden Dahme anpumpen zu wollen. „Darum müssen die Taucher in den sauren Apfel beißen und runtergehen“, sagt Matthias Kämmerer.

Der Neubau des Fußgängertunnels ist Teil einer groß angelegten Neugestaltung des Bahnhofareals. Dazu gehören die Sanierung der Storkower Straße, Fahrstühle für gehbehinderte Menschen sowie Park- und Fahrradstellplätze. Die Kosten für Stadt und Bahn belaufen sich nach früheren Angaben auf 13,2 Millionen Euro.

Von Martin Küper

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