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Dahme-Spreewald Gedichtete Bilder in intensiven Farben
Lokales Dahme-Spreewald Gedichtete Bilder in intensiven Farben
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12:22 16.01.2017
Katja Sophia Wolf präsentiert in der „Galerie unterm Dach“ des Dahmelandmuseums Malerei und Collagen in stahlenden Farben. Quelle: Uta Schmidt
Königs Wusterhausen

„Feuervogel“ nennt Katja Sophia Wolf ihre erste Ausstellung mit Malerei und Collagen in der „Galerie unterm Dach“ im Dahmelandmuseum von Königs Wusterhausen, die seit Samstag großes Interesse findet. Bei der Vernissage erläuterte die Hobbykünstlerin, die seit 2011 im IBA-Studierhaus Lausitzer Seenland in Großräschen arbeitet, Besuchern die Entstehungsgeschichte der 30 farbintensiven Werke sowie Details zu Maltechniken und zum Schaffensprozesses.

„1978 wurde ich Mitglied im Malzirkel im Kulturhaus Wildau. Seitdem verbinden mich zahlreiche Kontakte mit Künstlern der Region“, sagte die gebürtige Berlinerin zur Begrüßung. Einmal im Jahr gehe sie mit über 20 Malfreunden auf Malfahrt und präsentiert ihre Arbeiten danach bei Ausstellungen. Im vergangenen Jahr waren ihre Bilder in der Kunstscheune Pritzen oder 2008 im Lübbener Landratsamt zu sehen.

Lieblingsfarben der Künstlerin sind Blau und Rot

Wolfs zum Teil großformatigen Bilder zeichnen sich durch eine klare, intensive Farbgebung und fantasiehafte Darstellungen vor allem von Naturlandschaften aus. „Rot und Blau sind meine Lieblingsfarben“, so Wolf. Die Acrylbilder tragen Titel wie „Schutzhüter“ (2015), „Mondhaus“ (2014) und „Vertrauen“ (2016). „Für mich ist sie die Märchenfee unter den Malerinnen. Ihre Arbeiten haben etwas Märchenhaftes und Bezauberndes. Dabei setzt sie auch gekonnt Zufallstechniken um“, beschrieb Malgruppenleiter Gerd Bandelow die Handschrift der Soziologin, die auch als Klangmasseurin und Astrologin tätig ist. Galerie-Kuratorin Sabine Fiedler, sie nahm die Auswahl der Arbeiten vor, erinnerte sich: „Bei einer Malfahrt in die Uckermark malte sie eine Weide, deren Darstellung mich gleich sehr beeindruckt hatte. Sie malt nicht die Realität“. Auch Barbara Kießling freute sich bei der Ausstellungseröffnung über die Bilder: „Der ‚Feuervogel‘ auf dem Plakat hat mich gleich so angesprochen, dass ich die Ausstellung unbedingt sehen wollte“, erklärte sie ihren Besuch.

„Ich habe Bilder im Kopf, wie ich die Natur sehe. Ich dichte die Bilder. Gehe dabei aber auch gerne von Texten und Gedichten aus“, beschrieb Wolf ihren Schaffensprozess. So entstanden 16 Collagen zu Gedichten von Ingeborg Bachmann unter anderem mit dem Titel „Erklär mir, Liebe“ oder „Der Oktober“. „Bei ihrer Arbeit in der Kulturstadt Weimar habe ich eine Veranstaltung mit der Musikerin Antje Finkenwirth besucht, die Bachmann-Gedichte vertont und gesungen hat. Das hat mich mitten in den Bauch getroffen“, so Wolf, die sich danach intensiv mit dem Werk der Lyrikerin beschäftigt habe. Entstanden ist ein Collagenbüchlein zu Bachmann-Gedichten.

Musikerin bereicherte die Vernissage

Unter den Vernissage-Besuchern war auch die Berliner Musikerin Antje Finkenwirth, die sich seitdem von den Bildern der Malerin angezogen fühlt. „Collagen sind eine andere künstlerische Form, auf Texte dialogisch einzugehen. Das ist schon eine besondere Umsetzung und völlig anders als die Vertonung“. Finkenwirth bereicherte die Ausstellungseröffnung am Samstag ihrerseits mit der Rezitation von Ingeborg-Bachmann-Gedichten.

Ein gelungener Jahresauftakt des Museumsvereins, der auf zahlreiche Aktivitäten im Dahmelandmuseum 2017 neugierig gemacht hat. Am 24. Januar um 17 Uhr gibt es in der Dachgalerie einen Bildervortrag zur Königs Wusterhausener Schlossgeschichte mit dem Titel „Historischer Rückblick“.

Von Uta Schmidt

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