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Dahme-Spreewald Glückwunsch!
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19:30 26.03.2013
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WILDAU

Eine Nachricht, die im Rathaus mit Freude aufgenommen wurde. Bereits kurz vor 15 Uhr nahm Bürgermeister Uwe Malich (Linke) Glückwünsche aus den Nachbarkommunen entgegen. Einer der ersten Gratulanten war der ehemalige Königs-Wusterhausener Bürgermeister Stefan Ludwig (Linke), der als Landtagsabgeordneter bei der Entscheidung in Potsdam unmittelbar vor Ort war. „Das ist ein großer Erfolg für Wildau“, betonte Ludwig. Ähnlich sieht es Bürgermeister Malich: „Wir betrachten den Titel Stadt als Herausforderung, um unseren Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort mit städtischer Lebensqualität weiter auszuprägen“.

Geradezu euphorisch reagierte der Präsident der Technischen Hochschule Wildau, László Ungvári, als er mitten in einer Beratung in Berlin von der MAZ erfuhr, dass Wildau gerade den Titel Stadt erhielt. „Das ist wie eine Neugeburt, ein Neuanfang – herrlich“, freute sich Ungvári. Das beflügle die Arbeit mit den internationalen Partnern von Abu Dhabi bis Neu Dehli. „Wir als Hochschule mit unseren 4400 Studenten gehörten mit zu den Initiatoren der Stadtwerdung“, betonte Ungvári, so dass man alles dransetzen werde, um sich einer Hochschulstadt würdig zu erweisen. Auch in der kommunalen Wildauer Wohnungsbaugesellschaft setzt Geschäftsführer Frank Kerber jetzt auf eine Aufbruchstimmung im Ort. Er sieht seine Pläne für die Ortsentwicklung bestätigt. „Wir wollen Häuser bauen, die in eine Stadt und kein Dorf passen“, ergänzt sein Mitarbeiter Volker Klich.

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Offiziell darf die Gemeinde Wildau die Bezeichnung Stadt ab 1. April tragen. Kommunalrechtlich bringt ihr dies nach Angaben des Innenministeriums aber „keine Privilegien“, sondern lediglich ein besseres Marketing. Das Kabinett begründete die Entscheidung vor allem damit, dass Wildau die Stadtmarke von 10 000 Einwohnern zwar noch geringfügig unterschreitet, aber eine städtische Siedlungsstruktur mit einer geschlossenen, teilweise mehrgeschossigen Bauweise aufweist, in der mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt.

Für neue Ortsschilder, Wappen und amtliche Vordrucke hat Wildau für 2013 bereits 10 000 Euro in den Haushalt eingeplant.

Zeuthen hatte 2006 gleichfalls das Stadtrecht beantragt. Dies aber lehnte das Innenministerium ab, da „keine städtische Siedlungsstruktur und keine zentralörtliche Funktion“ vorlägen.

Zuletzt erhielt im Land Brandenburg der Ort Hohen Neuendorf (Kreis Oberhavel) 1999 das Stadtrecht. (Von Franziska Mohr)

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