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Dahme-Spreewald Grund- und Oberschule Schenkenland platzt aus allen Nähten
Lokales Dahme-Spreewald Grund- und Oberschule Schenkenland platzt aus allen Nähten
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13:48 01.07.2019
Die Grund- und Oberschule Schenkenland in Groß Köris. Quelle: Karen Grunow
Groß Köris

Wie dringlich die ohnehin geplante Erweiterung der Groß Köriser Grund- und Oberschule Schenkenland ist, berichtete Schulleiterin Manon Hähnel kürzlich den Gemeindevertretern. „Wir werden zum ersten Mal eine dritte 7. Klasse eröffnen“, sagte sie. Das bedeutet, dass es im kommenden Schuljahr 15 Klassen an der Schule geben wird. „Wir haben aber nur 14 Klassenräume“, so Hähnel. Genau genommen sogar nur acht, dann gibt es drei Fachräume und drei Räume im Keller, die seit langem als Unterrichtsräume genutzt werden müssen. „Wir hängen in der Luft“, appellierte sie, dass schnellstmöglich alle Entscheidungen getroffen werden, um weitere Räume realisieren zu können.

Das soll mittels Klassenraummodulen geschehen, die – geht es nach den bisherigen Plänen – bis spätestens Jahresende bezugsfertig sein sollen. Errichtet werden diese voll ausgestatteten Container vor der Schule. Am 8. Juli werden sich die neu gewählten Gemeindevertreter erneut treffen und nichtöffentlich über weitere Planungsschritte beraten und entscheiden.

330 Schüler zum neuen Schuljahr

Bis der Unterricht teilweise in die Module ausgelagert werden kann, muss sogar der für die Essensausgabe vorgesehene Raum stundenweise genutzt werden. Für die Betreuung von Kindern mit Förderbedarf steht derzeit nur ein winziger Raum zur Verfügung. Oft, so Hähnel, würde diese deshalb auf dem Flur unterrichtet. „Das sind Bedingungen, die eigentlich nicht tragbar sind“, betonte sie. Das nächste Schuljahr beginne mit rund 330 Schülern. Für diese und die 30 Lehrer stünden auch viel zu wenige Toiletten zur Verfügung.

Aufgrund der großen Nachfrage an der Oberschule musste die Schulleitung nun sogar Partnern wie dem Kinder- und Jugenddorf Rankenheim und Blossin absagen. Häufiger werden dort untergebrachte Kinder und Jugendliche an der Schenkenland-Schule unterrichtet. Dazu kommen Begleitkinder von Patienten der Fontane-Klinik in Motzen, die manchmal für zwei Wochen, manchmal aber auch für drei Monate in Groß Köris zur Schule gehen. „48 Kinder hatten wir im letzten Schuljahr“, erklärte Manon Hähnel. Trotz all dieser Engpässe gelte jedoch: „Bis zum Ende des Jahres werden wir das leben und durchführen können.“

Nachfrage deutlich gestiegen

In Groß Köris und den anderen Kommunen des Schenkenländchens besteht nach wie vor die Hoffnung, dass die Schule eine gymnasiale Oberstufe zugesprochen bekommt. Bislang wurde von Seiten des Landkreises gegen diesen Wunsch jedoch immer die – so hieß es von dort – zu geringe Nachfrage für die Oberschule angeführt. Für das kommende Schuljahr aber haben sich längst nicht mehr nur Kinder aus dem Schenkenländchen angemeldet, auch aus Bestensee ist die Nachfrage deutlich gestiegen. Der Schule war auch auferlegt worden, das eigene Profil zu schärfen. Im vergangenen Schuljahr wurden zahlreiche besondere Projekte durchgeführt, so drehten Fünftklässler den Film „„Die Ruinen von Groß Köris“ über die Geschichte des einstigen Pionierferienlagers „Heinrich Rau“ am Roßkardtsee.

Eine Erweiterung der Schule wird bereits seit mehreren Jahren im Ort diskutiert. Die Gemeinde steht dem sehr wohlwollend gegenüber. Die jedoch nach wie vor im Raum stehende Frage, ob eine gymnasiale Oberstufe für Groß Köris genehmigt wird oder nicht, bedingt allerdings völlig unterschiedliche Erweiterungsvarianten und Bedarfe an der Einrichtung.

Von Karen Grunow

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