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Dahme-Spreewald Hafen wird Güterverkehrszentrum
Lokales Dahme-Spreewald Hafen wird Güterverkehrszentrum
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08:10 25.09.2014
Der Präsident der IHK Cottbus, Klaus Aha (l.), überreicht Reinhard Schuster (2.v.l.) die Urkunde.
Der Präsident der IHK Cottbus, Klaus Aha (l.), überreicht Reinhard Schuster (2.v.l.) die Urkunde. Quelle: Mohr
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Königs Wusterhausen

Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Schönefelder Kreuz biete eine in dieser Form in Brandenburg einmalige Kombination der Verkehrswege von Straße, Wasser und Schiene an. Der Hafen steht damit in einer Reihe mit den vier Brandenburger GVZ in Wustermark, Großbeeren, Freienbrink und Frankfurt (Oder).

Der Königs Wusterhausener Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) sprach von einem „großen Tag für die Stadt“, weil sich der Fokus des kommunalen Unternehmens jetzt von der Kaikante auf das große Potential des am Standort möglichen Gesamtumschlags verlagert. Auf der seit der Wende auf insgesamt 60 Hektar nahezu verdoppelten Hafenfläche werden jährlich 3,5 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, mehr als die Hälfte davon auf Schiffe. Allein die Jahresleistung der Hafeneisenbahn beläuft sich auf Güter von zwei Millionen Tonnen.

15 Unternehmen sind auf dem Areal des neuen Güterverkehrszentrums tätig, mit weiteren zehn laufen Schuster zufolge Ansiedlungsgespräche. „Die Kraft dieses Wirtschaftsstandortes könnte sich aber noch viel besser entfalten, wenn die Schleusen in Kleinmachnow und Fürstenwalde endlich ausgebaut werden würden“, sagt Schuster. Nach der Wende seien fast zwei Milliarden Euro in die Wasserstraßen in Ostdeutschland investiert worden. All das werde aber entwertet, wenn die Nadelöhre bestehen bleiben.

Die IHK aus Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg legten daher jetzt gemeinsam in Auftrag gegebene wissenschaftliche Kosten-Nutzen-Rechnungen vor, wonach jeder in den Ausbau der Schleusen Kleinmachnow und Fürstenwalde investierte Euro einen volkswirtschaftlichen Nutzen von elf beziehungsweise acht Euro er bringt. Schuster bekräftigte, dass die Wirtschaft Verantwortung übernimmt. Diese Projekte könnten in sieben Jahren über ein öffentlich-privates Partnerschaftsmodell (ÖPP) finanziert werden. Mit im Boot sitzen Unternehmen wie ArcelorMittal, die Papierfabrik in Eisenhüttenstadt sowie der Futtermittel-Getreide-Landhandel in Fürstenwalde.

Von Franziska Mohr

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