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Dahme-Spreewald Katastrophenfall erfolgreich geübt
Lokales Dahme-Spreewald Katastrophenfall erfolgreich geübt
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00:21 03.04.2019
Bei der Katastrophenübung am Samstag im Kiez am Frauensee mussten von den Feuerwehrleuten auch 30 Kinder aus einem brennenden Bettenhaus gerettet werden. Quelle: Andrea Müller
Heidesee

Insgesamt 150 Einsatzkräfte nahmen am Sonnabend an einer Katastrophenübung des Landkreises Dahme-Spreewald im Kinder- und Erholungsdorf Kiez am Frauensee teil. Beteiligt waren auch 30 Kinder, die als „Opfer“ eingesetzt wurden.

Angenommen wurde bei der Übung ein hochsommerlicher Tag bei über 30 Grad Celsius. In Brand geraten sei ein Kiefernwald nahe des Kinder- und Erholungsdorfes, das auf dem Territorium der Gemeinde Heidesee liegt. Hier verbringen jedes Jahr Tausende Kinder mit ihren Betreuern Freizeit und Ferien. Der Wald und der Frauensee bieten dafür ideale Bedingungen. Kiefernwald kann bei hohen Temperaturen und kleinsten Anlässen lichterloh in Flammen aufgehen. Die Waldbrände im vergangenen Sommer – so zum Beispiel in der Lieberoser Heide – verdeutlichten die Gefahr. Das war Anlass für den Landkreis, diese Übung jetzt durchzuführen. Angenommen wurde zudem, dass der Wald mit Munition belastet sei und das Feuer auf ein Bettenhaus mit Kindern übergreife.

Bei der Katastrophenübung im Kiez am Frauensee war auch dieses Bettenhaus in „Brand geraten“. Quelle: Andrea Müller

Mehr als 20 Beobachter schauten zu

9 Uhr wurde der Alarm für den Waldbrand ausgelöst. Wenige Minuten später rollten die Feuerwehrleute an, um das Feuer zu löschen. Nachgestellt wurde auch das Explodieren von Munition. Die mehr als 20 Beobachter der Übung aus der Landkreisverwaltung, von Polizei, Bundeswehr, Johannitern und Medien – konnten dies auch aus einiger Entfernung gut hören.

Absprachen sind im Ernstfall wichtig, um den Einsatz koordiniert durchführen zu können. Quelle: Andrea Müller

Wehren aus vielen Orten im Landkreis

Bald darauf wurde der zweite Alarm ausgelöst. Dieses Mal dauerte es etwas länger, bis die Einsatzkräfte vor das in Brand geratene Bettenhaus vorfuhren. Zuerst war ein Sanitätswagen vor Ort, dann kam die erste Feuerwehr, deren Besetzung den Anschluss der Wasserschläuche und den Einsatz der Drehleiter vorbereitete, während weitere Feuerwehren einrückten. Die Kameraden – es waren Wehren aus Heidesee, Bestensee, Mittenwalde, Groß Köris, Zeuthen und Schönefeld beteiligt – legten zunächst Schutzausrüstung an, denn das Gebäude war bereits dicht verqualmt.

Die Kinder wurden auch über die Rückseite des Gebäudes per Leiter geborgen. Quelle: Andrea Müller

Kinder dann schnell geborgen

Insgesamt dauerte es 25 Minuten, ehe die ersten Einsatzkräfte das Bettenhaus betraten. Sie machten das sowohl von der Vorderseite, als auch von hinten über eine Leiter. Dann ging es schnell, und die Kinder waren innerhalb weniger Minuten aus dem Gebäude geholt. Sie wurden dann Sanitätern und Ärzten auf dem benachbarten Behandlungsplatz übergeben, wo sie zuerst – je nach Grad der Verletzung – in verschiedene Dringlichkeitskategorien eingeteilt wurden.

Einsatz von oben mit Hilfe der Drehleiter. Quelle: Andrea Müller

Bei einem Ernstfall geht es schneller

Gegen 12 Uhr war die Übung beendet, der angenommene Waldbrand gelöscht und die 30 Kinder aus dem brennenden Gebäude gerettet und medizinisch versorgt. Einsatzleiter Christin Liebe, der auch Kreisbrandmeister ist, war zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn die Vorbereitung des Einsatzes am Bettenhaus zu viel Zeit in Anspruch genommen hatte. „Bei einem Ernstfall ist das anders, da gehen die Rettungskräfte mit ganz anderem Tempo vor“, versicherte er im Anschluss. „Insgesamt ist die Übung sehr gut verlaufen“, schätzte er ein.

Transport zum Behandlungsplatz, der nur wenige Meter vom Bettenhaus, aber in sicherer Entfernung aufgeschlagen wurde. Quelle: Andrea Müller

Von Andrea Müller

150 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Dahme-Spreewald wurden Samstag zu einem Einsatz im Kiez am Frauensee gerufen. Bei der Übung musste ein Waldbrand gelöscht und Kinder aus einem Haus geholt werden.

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