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Dahme-Spreewald IHK-Umfrage zur A 13: Unternehmer lehnen Tempolimit 130 ab
Lokales Dahme-Spreewald IHK-Umfrage zur A 13: Unternehmer lehnen Tempolimit 130 ab
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12:55 16.05.2019
Bei Kiekebusch ist die A 113 noch dreispurig (in beide Richtungen). Hinter dem Schönefelder Kreuz wird die Autobahn A 13 zweispurig. Quelle: Josefine Sack
Königs Wusterhausen

Die Mehrheit der Unternehmer in der Region hat sich gegen eine generelle Tempobegrenzung auf Tempo 130 auf der Autobahn A 13 ausgesprochen. Das ergab eine Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus. Insgesamt nahmen mehr als 760 Unternehmer aus dem Landkreisen Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz an der Befragung teil.

Zur IHK-Umfrage geht es hier.

58 Prozent gegen Tempolimit

Hintergrund: Das Land Brandenburg plant, die Höchstgeschwindigkeit zwischen dem Schönefelder Kreuz und dem Autobahndreieck Spreewald auf beiden Richtungen auf 130 Stundenkilometer zu begrenzen und ein komplettes Überholverbot für LKW einzuführen. Beides soll bereits ab Herbst dieses Jahres gelten.

In der IHK-Umfrage sprachen sich 58 Prozent der insgesamt 767 Unternehmer gegen eine Begrenzung des Tempos auf 130 Stundenkilometer aus. 66 Prozent derjenigen, die ein Tempolimit bevorzugen, lehnen ab, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung sofort eingeführt wird. Sie sind dafür, dass die A 13 erst fertig gebaut werden soll, bevor Tempo 130 gilt.

Wirtschaft für ein Lkw-Überholverbot

Seit geraumer Zeit wird auf der A 13 immer wieder gebaut. Auf einigen Abschnitten gilt bereits jetzt Tempo 80 beziehungsweise Tempo 100.

Ein Lkw-Überholverbot befürwortet 74 Prozent der befragten Unternehmer. Lediglich 26 Prozent fordern freie Fahrt für Lkw auf beiden Spuren. Fast jeder zweite Teilnehmer nutzte die offene Frage am Schluss der Blitzumfrage, um weitere dringende Verkehrsthemen in Südbrandenburg zu benennen. Das Ergebnis fiel dabei eindeutig aus: Bei den meisten steht der sechsspurige Ausbau der A 13 an erster Stelle.

IHK Cottbus fordert Ausbau der A 13

Jens Krause, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus und zuständig für den Geschäftsbereich Verkehr, freute sich über den die hohe Rücklaufquote bei der Umfrage. Demnach beteiligten sich dreimal so viele Unternehmen, als es sonst bei IHK-Umfragen üblich ist. „Das Thema bewegt die Menschen. Es zeigt, dass in der Region dringend etwas passieren muss“, schlussfolgert Krause.

Er verwies auf die im Januar von der IHK vorgelegten Verkehrsanalyse zum Flughafenumfeld. Demnach wird sich die Verkehrsbelastung spätestens mit der Eröffnung des Großflughafens und des prognostizierten Wachstums in dessen Umfeld künftig noch stärker verdichten. Die Studie geht von 500.000 zusätzlichen Fahrzeugen aus. Die IHK hat bereits einen Maßnahmenkatalog erarbeitet (die MAZ berichtete) und fordert unter anderem dringend den Ausbau der A 13 südlich des Schönefelder Kreuzes. 

Von Josefine Sack

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