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Dahme-Spreewald "Ich habe mich einlullen lassen"
Lokales Dahme-Spreewald "Ich habe mich einlullen lassen"
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19:15 24.09.2013
Kurt F. Neubert mit seinem Buch. Quelle: Franziska Mohr
Zeuthen

Den Anstoß für das 340 Seiten starke Buch "Unter den Schwingen des Geiers" gab eine Zeitung. Vor einigen Jahren besuchte der heute 89-jährige Kurt F. Neubert seine Schwägerin in Eisleben. Zufällig las er in der Heimatzeitung, dass Menschen gesucht werden, die Auskunft über das 1945 eingerichtete amerikanische Kriegsgefangenenlager im Ort geben können. Neubert konnte. Als Zeitzeuge und einstiger Gefangener des Lagers schrieb er seine Erinnerungen auf. Anschließend ermunterte ihn die Redakteurin, dass er doch all seine Kriegserlebnisse zu Papier bringen sollte. Für nachfolgende Generationen sei dies wichtig.

So kam es, dass der gelernte Klempner einige Monate später tatsächlich zu schreiben begann: mit dem Bleistift. Kein Gedanke an ein Buch. Lediglich die zwei Söhne, sechs Enkel und zwei Urenkel sollten erfahren, was der Großvater in den Kriegsjahren erlebte. Dabei ging es dem Zeuthener nicht um die Chronologie des Krieges, um gewonnene oder verlorene Schlachten, sondern ausschließlich um sein eigenes Denken und Fühlen. Neubert stellt dies anhand des Panzerfahrers Karl Hellauer dar. Dazu wählte er den Namen eines gefallenen österreichischen Kameraden, den er auf diese Weise ehren wollte.

Schonungslos erzählt der 89-Jährige, wie er sich als begeisterter Hitlerjunge mit 17 Jahren als Kriegsfreiwilliger meldete. Aber schon in der Grundausbildung nach dem Freitod eines hoffnungslos geschundenen Kameraden keimt bei ihm der erste leise Zweifel auf. Vorsichtig beginnt er erstmals, nach der Sinnhaftigkeit all des Tötens und Sterbens zu fragen. Neubert beschreibt, wie er als junger Soldat in Feindesland einen Panzer steuert, mehrere Gefechte und einen Partisanenangriff überstand und schließlich 1944 nach einem Volltreffer, der drei von fünf Besatzungsmitgliedern das Leben kostete, schwer verwundet im Lazarett landet. Gegen Ende des Krieges nach kurzer amerikanischer Gefangenschaft kehrt er als Pazifist in seine Heimatstadt Eisleben zurück. Damit endet das Buch. Neubert arbeitete nach dem Krieg als Bergmann. 1952, im kalten Krieg, warf er dann seinen Pazifismus über Bord. Er wurde Offizier bei der Grenzpolizei der DDR. Dort blieb er bis zum Jahr 1974.

Info: Kurt F.Neubert: "Unter den Schwingen des Geiers", Books and Demand GmbH

Von Franziska Mohr

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