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Dahme-Spreewald Jugendliche „obdachlos“
Lokales Dahme-Spreewald Jugendliche „obdachlos“
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15:18 23.01.2017
Amy Rutschke kämpft für einen Jugendtreff in Zeesen.
Zeesen

Zeesen ist nach der Kernstadt der zweitgrößte Ortsteil von Königs Wusterhausen. 5200 Menschen leben hier, Tendenz steigend. Die Stadtpolitik macht viel in Zeesen, aber die Jugendlichen hat sie vergessen. Kein Klub, nicht mal ein Raum für sie ist da. Die junge Zeesenerin Amy Rutschke, Mitglied im Jugendbeirat der Stadt, will das ändern.

Klartext im Sozialausschuss

Im Sozialausschuss des Stadtrates sprach die 18-Jährige schon Klartext: „Es gibt keinen Platz für uns. Wir brauchen endlich einen Jugendraum!“ Wochen nach der Sitzung traf die MAZ die junge Frau, die am Oberstufenzentrum gerade ihr Abitur macht. „Wir sind darauf angewiesen, uns selbst zu beschäftigen“, sagt sie. Jugendliche treffen sich auf der Straße oder zu Hause, ziehen durch die Gegend. „Einige machen auch mal Murks.“

Jugendfeuerwehr ersetzt Treffpunkt nicht

Angebote wie die Jugendfeuerwehr werden gut genutzt. Aber einen Treffpunkt für die jungen Leute im Ort, an dem man gemeinsam etwas machen kann, ersetzt das nicht, findet sie. „Es gibt schöne Angebote in Königs Wusterhausen, aber für uns Zeesener ist das einfach zu weit weg.“ Wer nach dem langen Schultag nach Hause kommt, habe keine Lust mehr, abends noch mal nach Königs Wusterhausen zu tingeln. Eltern sehen das gerade in dieser Jahreszeit auch nicht so gerne.

Ortsbeirat will ein Bürgerhaus

Der Ortsbeirat hat gerade beschlossen, die Alte Feuerwache in der Fasanenstraße 107 zum Bürgerhaus zu machen, sobald die neue Grundschule fertig ist, voraussichtlich 2019. Jugendliche und Zeesener Vereine sollen es nutzen können. Amy Rutschke glaubt noch nicht daran. „Die Räume werden bestimmt als Kita oder Hort gebraucht, Zeesen wächst doch weiter. “ Die 18-Jährige lässt sich deshalb nicht beirren, setzt sich weiter für eine schnelle Lösung ein: „Wenn du nichts machst, kannst du auch nicht meckern.“

Von Frank Pawlowski

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