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Dahme-Spreewald Großer Bahnhof: Kaiserbahnhof in Halbe eröffnet
Lokales Dahme-Spreewald Großer Bahnhof: Kaiserbahnhof in Halbe eröffnet
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09:43 19.08.2019
Mit dem berühmten Schnitt eröffneten die Botschafterin Neuseelands Alexandra Smithyman, der Inhaber Peter Macky (li.), Michael Schnieke aus Halbe sowie Wolfgang Georgsdorf (re.) den Kaiserbahnhof vor mehr als 200 geladenen Gästen. Quelle: Andrea Müller
Halbe

Der Kaiserbahnhof in Halbe ist wiedereröffnet. Im Beisein von mehr als 200 geladenen Gästen schnitten die Botschafterin Neuseelands Alexandra Smithyman, Inhaber Peter Macky und der stellvertretende Bürgermeister in Halbe, Michael Schnieke, das Band am Eingang feierlich durch.

Zehn Jahre harte Arbeit

Zehn Jahre lang hatte der Neuseeländer Peter Macky den verfallenen Bahnhof saniert und ihn so zu neuem Leben erweckt. Das Gebäude ist historisch, denn hier kam einst der Kaiser an, wenn er auf die Jagd wollte. Das Gebäude wurde von dem Architekten August Orth errichtet. Als Eröffnungsdatum gilt das Jahr 1865.

Feierlich wurde der Kaiserbahnhof in Halbe am Sonntag eröffnet. Mehr als 200 Gäste kamen, viele direkt aus Neuseeland. Es wurden Reden gehalten, vielen gedankt, aber auch gestaunt.

Freunde aus Neuseeland kamen

Zur feierlichen Wiedereröffnung kamen viele Freunde Mackys aus Neuseeland; auch seine Schwestern waren angereist. Sie alle wurden mit Musik von hoch oben feierlich begrüßt. Auf einem der Türmchen standen die Musiker und spielten die selbe Musik, mit der einst der Kaiser an diesem Ort begrüßt wurde.

Bei der Eröffnung des Kaiserbahnhofs in Halbe wehten die neuseeländische und die deutsche Flagge auf dem Dach. Quelle: Andrea Müller

Den Adler bewacht

Dann ergriff Michael Schnieke das Wort, der als stellvertretender Bürgermeister von Halbe (bis Mai 2019) das Projekt mit begleitet hatte. „Halbe ist der einzige Spreewaldort mit einem Kaiserbahnhof“, sagte er und erinnerte sich, wie er als junger Mann selbst mit seiner Familie in diesem Gebäude gewohnt hatte. „Den Adler, der heute das Gebäude wieder schmückt, habe ich bewacht“, verkündete er, denn eigentlich sollte dieser wegen seiner starken Beschädigung auf dem Müll landen.

Begrüßung auf Maori

Alexandra Smithyman, Botschafterin Neuseelands, begrüßte die vielen Gäste aus ihrer Heimat auf Maori, der Sprache der Ureinwohner Neuseelands. Sie würdigte das Engagements Mackys für den Kaiserbahnhof. „Er hat ein mutiges Herz und viel Ausdauer bewiesen“, sagte sie. Dies seien Eigenschaften vieler Neuseeländer, lobte sie ihre Landsmänner und -frauen. „Ich bin sehr neugierig auf das, was hier noch passieren wird“, schloss sie ihre Rede ab.

Bahnhof gab trauriges Bild ab

Dann nahm Peter Macky das Mikrofon und erinnerte daran, wie er vor mehr als zehn Jahren mit dem Rad am Kaiserbahnhof vorbei gekommen sei. Das Backsteingebäude habe sofort sein Interesse geweckt. Doch habe der Bahnhof ein trauriges Bild abgegeben. „Die Fenster waren eingeschlagen und aus den Türmen wuchsen kleine Birken“, sagte er. Als er aber das Schild „Zu verkaufen“ sah, sei er sehr aufgeregt gewesen.

Orth und Strousberg

Dass Architekt August Orth den Bahnhof errichtet hatte und der Industrielle Henry Strousberg eng mit ihm verbunden war, habe ihn umso mehr motiviert, das historische Gebäude wieder in Ordnung zu bringen. „Der Kaiserbahnhof ist mehr als ein Ort, er ist eine Mission, Leidenschaft und Obsession“, sagte Peter Macky.

Die gute Seele des Bahnhofs

Der Neuseeländer bedankte sich bei einer ganzen Reihe von Mitstreitern. Darunter waren die Architekten Stefan Zappe und André Gildehaus, Michael Schnieke als stellvertretender Bürgermeister, Erich Pätschke und Sebastian Anschütz als Maurer mit herausragenden Fähigkeiten und vor allem bei Willi Schwabe, der das Projekt von Anfang an begleitete und die gute Seele des Kaiserbahnhofs genannt wird.

Garten nach originalem Vorbild

„Eigentlich sieht er ganz anders aus“, so Macky, als er ihn nach vorn zu sich holte. „Eigentlich trägt er immer Arbeitsanzug, Spitzhacke und Schaufel“, meinte er lachend. Nach rund einer Stunde begann dann die Party in den Innenräumen des Kaiserbahnhofs, die mit Stuck und Wandmalerei wie zu Kaisers Zeiten wieder auferstanden. Auch der Garten war nach originalem Vorbild neu gestaltet worden. Und schließlich kam auch der Adler auf seinen Platz über dem Eingang neben deutscher und neuseeländischer Fahne.

Nach den vielen Reden wurde in der Empfangshalle tüchtig bei Musik, Getränken und Häppchen gefeiert. Quelle: Andrea Müller

Nächsten Sonntag sollen sich die Halber Bürger den neuen Kaiserbahnhof ansehen dürfen. Dann will Peter Macky für sie die Türen öffnen.

Von Andrea Müller

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