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Dahme-Spreewald Vorerst keine Tanke an der Schranke
Lokales Dahme-Spreewald Vorerst keine Tanke an der Schranke
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14:36 01.05.2015
Könnte Realität werden: Keine Tanke an der Schranke. Quelle: Andrea Müller
Zeuthen

Die Tankstelle an der Schranke in Zeuthen darf vorerst nicht gebaut werden. Das entschied das Cottbuser Verwaltungsgericht. Zwei Anlieger hatten einen Eilantrag auf aufschiebende Wirkung des positiven Bescheides vom Landesamt für Arbeitsschutz gestellt, das dem Projekt schon grünes Licht erteilt hatte.

Marina Scholz von der Bürgerinitiative (BI) „Keine Tanke an der Schranke“ zeigte sich erfreut über den ersten Teilerfolg. „Wir sind vorsichtig optimistisch, die Tankstelle verhindern zu können“, sagte sie. Sie sei mit den anderen Mitgliedern der BI guten Mutes. Allerdings machte sie auch klar, dass man nun abwarten müsse, bis in der Hauptsache entschieden wird.

Vorsitzender Richter erläutert die Entscheidung

Der Vorsitzende Richter am Verwaltungsgericht Cottbus, Gregor Nocon, bestätigte auf Anfrage der MAZ den Beschluss des Verwaltungsgerichts Cottbus. „Die Kammer hat dem Eilantrag stattgegeben“, sagte er. Nocon machte aber auch darauf aufmerksam, dass es hier erst einmal um eine Entscheidung aufgrund formeller Fragen geht. Es habe damit nicht entschieden, ob die Tankstelle gebaut werden darf oder nicht. Vielmehr sei es um den Bescheid des Landesamtes für Arbeitsschutz gegangen., der einer Baugenehmigung gleich komme. Die Frage sei gewesen, ob diese sofort vollziehbar sei oder aufschiebende Wirkung habe. Das habe das Gericht nun mit seinem Beschluss entschieden. „Somit kann das Projekt nicht sofort umgesetzt werden“, sagte der Vorsitzende Richter. Nocon teilte aber auch mit, dass die Gegenseite – die Jet Tankstellen GmbH – bereits eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingereicht habe.

Das Projekt Tankstelle an der Forstallee gehört zu einem Gesamtensemble, das gegenwärtig neu gestaltet wird. Das Grundstück selbst ist rund 2500 Quadratmeter groß. Gleich gegenüber soll ein neuer Rewe-Supermarkt errichtet werden. Beide Flächen sind bereits beräumt. Es soll das kleine Geschäfts- und Einkaufszentrum direkt an der S-Bahn ergänzen und somit das Ortszentrum attraktiver gestalten.

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Das Projekt Tankstelle an der Schranke ist in Zeuthen umstritten. Während Mitglieder einer Bürgerinitiative klar dagegen sind, wollen andere Einwohner die Station, damit sie mit dem Auto nicht mehr so weit fahren müssen, um zu tanken.

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Doch das sah die BI anders. In ihr sind rund 30 Mitglieder vereint. Sie haben Befürchtungen, dass eine Tankstelle an diesem Standort schon wegen der nahen Bahntrasse viel zu gefährlich ist. Außerdem würde Verkehr angezogen. Die Anwohner hatten zudem Sorge, von Lärm und Gestank in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt zu werden. Deswegen hatten sie insgesamt 1600 Unterschriften gegen das Tankstellen-Vorhaben gesammelt. Die BI sorgte auch dafür, dass das weithin sichtbare Plakat mit der Aufschrift „Keine Tanke an der Schranke“ gleich gegenüber aufgestellt wurde. Damit machte sie weithin sichtbar auf das Problem aufmerksam.

Grundstück wichtig für Bahnquerung

Die BI, aber auch Lokalpolitiker in Zeuthen, würden das Grundstück an der Ecke Forstallee/Lindenstraße gern wieder in den Händen der Gemeinde sehen. Marina Scholz ist eine von ihnen. Sie hält die Fläche für strategisch wichtig, wenn es um die Bahnquerung geht. „Viele plädieren doch für einen Tunnel“, sagte sie. Um einen solchen überhaupt bauen zu können, werde Platz gebraucht. Dafür sei die Fläche enorm wichtig.

Nadine Selch, Fraktionsvorsitzende der CDU im Gemeinderat, kritisiert, dass anfänglich die Bürgerbeteiligung bei dem Projekt außen vor gewesen sei. „Wenn es des Bürgers Wille ist, hier keine Tankstelle zu haben, sollten wir das respektieren“, sagte sie. Die Lokalpolitikerin verwies ebenfalls auf die strategisch wichtige Rolle dieses Grundstücks in Sachen Bahnquerung. In der nächsten Sitzung des Gemeinderats soll das Thema auf der Tagesordnung sein.

Von Andrea Müller

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