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Dahme-Spreewald Kita-Neubau und Bedarfsplan
Lokales Dahme-Spreewald Kita-Neubau und Bedarfsplan
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05:07 24.01.2017
Am Kitastandort Dorfstraße 22/23 soll 2019 rechts neben der Bibliothek der Kitaneubau mit Bewegungshaus stehen. Quelle: Oliver Becker
Zeuthen

Der Gemeinde Zeuthen fehlt es an Kitaplätzen. Alle Kindereinrichtungen sind hoffnungslos überfüllt. Jedes Jahr sind es 300 Kinder mehr, die in der über 11 000-Einwohner-Gemeinde in Berlins Speckgürtel versorgt werden müssen. Um der Situation Herr zu werden, mietete das Rathaus letztes Jahr die Kita „Pusteblume“ in der Tschaikowskistraße in Eichwalde übergangsweise für drei Jahre an.

Zudem beschloss die Gemeindevertretung im Juli, einen Kitaneubau in Miersdorf in der Dorfstraße 22/23 zu errichten. Kosten: knapp zwei Millionen Euro. 80 neue Kitaplätze entstehen auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule auf der Brachfläche zwischen der heutigen Bibliothek und der Nummer 23. Mit dem Neubau befänden sich dann in der Dorfstraße neben den zwei Standorten der Kita „Kinderkiste“ und dem evangelischen Kindergarten „Senfkorn“ vier Kitas dicht beieinander. In das neue Kitagebäude, dass spätestens 2019 fertiggestellt sein soll, wird das Betreuerteam der Kita „Pusteblume“ samt Kindern umziehen.

Bauantrag für Kita in Vorbereitung

Das Rathaus bereitet derzeit den Bauantrag vor. Mit einem Baustart wird frühestens Ende 2017 gerechnet. Für eine grundlegende Entspannung der Situation plant Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) zusätzlich die Erweiterung des Kitabedarfsplans und die Aufnahme der drei Nachbargemeinden in den Plan.

„Neben der Grundschulerweiterung ist der Kitaneubau ein Projekt, was uns am Herzen liegt. Wir hätten die Investition bereits vor zwei Jahren begonnen. Damals hatten wir noch nicht diese hohen Prognosedaten, was die Kinderzahlen anbelangt, auch nicht die Unterstützung des Landkreises“, sagte Burgschweiger (SPD). Heute sei man klar erkennbar Teil einer Wachstumsregion. Aufgrund der verzögerten Entscheidung von damals sei man für den Übergang gezwungen gewesen, den Kindergarten in der Tschaikowskistraße in Eichwalde anzumieten, „um unseren eigenen dort zu betreiben. Wir haben dort eine Betriebserlaubnis für drei Jahre, daher werden wir innerhalb der nächsten zwei Jahre die neue Kita bauen“, so die Bürgermeisterin.

Eröffnung bis 2019

„Wir bereiten gerade die Unterlagen für das Projekt vor und müssen schauen, wann wir die Baugenehmigung bekommen. Wir hoffen, dass wir so schnell wie möglich anfangen können und es spätestens in einem Jahr mit dem Bau losgeht, idealerweise schon Ende dieses Jahres, Anfang 2018“, so das Gemeindeoberhaupt. Sie rechne mit einem guten Jahr Bauzeit. Burgschweiger: „Spätestens 2019 müssen wir die neue Kita für die null- bis sechsjährigen Kinder eröffnen.“

Rund 80 Kitaplätze würden damit geschaffen, mit der Option auf eine Erweiterung. Lasse sich die Investitionsmaßnahme schnell realisieren, seien die Bedarfe – auch die prognostizierten – gedeckt. So sei der angenommene Zuwachs an künftigen Kindern bereits mit eingerechnet. „Das basiert auf Prognosedaten, die mindestens alle zwei Jahre erhoben werden und den Bedarf für die nächsten fünf Jahre zielscharf, für die nächsten zehn bis 15 Jahre vorausschauend kalkulieren.“ Jedes Jahr müssten die Daten angepasst werden. „Es muss geschaut werden, reicht uns das an Investitionen oder brauchen wir mehr“, sagte die Chefin im Rathaus. Die Kosten der Baumaßnahme werden auf die Jahre verteilt. Der Löwenanteil wird mit 1,4 Millionen im Haushaltsjahr 2018 fällig.

Gemeinsamer Kita-Bedarfsplan mit Nachbarn

Um das Problem fehlender Kitaplätze zusätzlich zu entspannen, soll Kindern der verschiedenen Gemeinden künftig die Möglichkeit gegeben werden, kommunenübergreifend zur Kita zu gehen. Burgschweiger: „Unser Ziel ist es, den Kitabedarfsplan von Zeuthen zu erweitern und Eichwalde, Schulzendorf und Wildau dort mit aufzunehmen.“ Bereits heute arbeite man im Kitabereich auf der Verwaltungsebene eng zusammen. Gut wäre es, „wenn wir für die öffentlichen Einrichtungen unsere Betriebssysteme aufeinander abstimmen, damit wir gemeinsame Satzungen haben. Dann spielt es für einen Elternteil keine Rolle mehr, ob er in Zeuthen oder Eichwalde wohnt und sein Kind in eine Eichwalder Einrichtung gibt oder umgedreht“, so Burgschweiger. Dann habe man die gleichen Betriebskosten, die gleichen Gebühren. Auch Einrichtungen der einen auf einem Grundstück der anderen Kommune wären möglich, bürokratische Hürden würden fallen. „Mit der Kita ’Pinoccio’ im Zeuthener Winkel haben wir eine ungewöhnliche Situation. Dass damals auf Zeuthener Gebiet der Bau einer Eichwalder Einrichtung gestattet wurde, wäre heute undenkbar“, sagte Burgschweiger. Künftig könne das anders laufen.

Von Oliver Becker

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