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Dahme-Spreewald Klage gegen Lüftereinbau
Lokales Dahme-Spreewald Klage gegen Lüftereinbau
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19:36 04.10.2013
Mitarbeiter einer Handwerksfirma stellen einem Flughafenanwohner einen Lüfter vor. Quelle: Klaus Bischoff
Blankenfelde/Eichwalde

Seine Kommune hat gegen den Einbau der Geräte im Rahmen des Schallschutzprogramms der Flughafengesellschaft Klage beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt.

"Der Betrieb der Lüftungsgeräte bewirkt einen Überdruck, der zu Schimmelbildung im Wandinneren führen kann", sagt Fröhlich. Schimmelsporen, die in die Raumluft gelangten, könnten Krankheiten wie Asthma, Bronchitis, Allergien oder Neurodermitis verursachen.

In der Begründung ihres juristischen Vorgehens stützt sich die Gemeinde auf eine Expertise, die der Eichwalder Winfried Sellnau ausgearbeitet hat, ein Ingenieur, der sich jahrzehntelang mit Regelungstechnik für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen befasste. "Die Lüfter, die die Flughafengesellschaft montieren lässt, blasen die kalte Luft von außen hinein, während die verbrauchte feuchte Luft in das Innere des Gebäudes strömen soll", beschreibt er das Wirkprinzip. Fäulnis an Holzteilen und Schimmel könnten die Folge sein. Nicht nur das: "Außerdem wird die Wärmedämmung durchfeuchtet, die Dämmwirkung lässt nach und die Heizkosten steigen", so Sellnau.

Ein Außenluftdurchlass oder ein Abluftventilator würden diese Bedingung erfüllen und das Manko somit wettmachen. Allerdings wären die meisten Flughafenanwohner von den zusätzlichen Löchern, die dafür in ihre Wände gebohrt werden müssten, kaum erfreut. Zumal sie einen weiteren Nachteil mit sich brächten: eine Schallbrücke, wie es der Fachmann nennt - ein weiteres Einfallstor für den Lärm von außen.

Keine neuen Bohrungen würde ein Gleichdrucklüfter erfordern, ein Apparat, der sowohl über Zu- als auch über Abluftventilation sowie über einen Wärmetauscher verfügt. Sellnau empfiehlt diese Lösung. "Dabei entsteht kein Druck, der Feuchtluft in das Wandinnere presst", hebt er hervor, "und durch den Lufttausch wird der Heizungsbedarf geringer."

Blankenfelde-Mahlows Wohnungsgesellschaft hat entsprechende Apparaturen schon vor zwei Jahren eingebaut - in einer besonders eleganten Variante: Sie waren in die Fensterkästen integriert und damit faktisch unsichtbar. Andererseits verbrauchen die Kombinationsgeräte mehr Strom als die einfachen Ausführungen und haben auch einen höheren Preis.

Dass ihre Montage die Schallschutz-Kosten des Flughafenprojekts weiter in die Höhe treiben würde, ist für die lärmgeplagten Flughafenanwohner kein Argument. "Denn die vom Flughafen angebotenen 14 Jahre alten Geräte entsprechen einfach nicht mehr dem Stand der Technik", stellt Sigrid Zentgraf-Gerlach von der Bürgerinitiative des Mahlower Schriftstellerviertels fest. "Wir begrüßen, dass unsere Verwaltung den Rechtsweg eingeschlagen hat, um hier endlich für Klarheit zu sorgen." Sie rät davon ab, mit den alten Kästen vorlieb zu nehmen. "Falsch wäre es jedoch, eine Verzichtserklärung zu unterschreiben", sagt sie. Stattdessen sollten Anspruchsberechtigte schriftlich festhalten, dass sie das endgültige Gerichtsurteil abwarten wollen.

Von Klaus Bischoff

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