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Dahme-Spreewald Erst fünf Jahre in Deutschland: Nikita ist bester Vorleser
Lokales Dahme-Spreewald Erst fünf Jahre in Deutschland: Nikita ist bester Vorleser
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00:22 20.02.2019
Der Sieger des Vorlesewettbewerbs: Nikita Ettrich aus Schulzendorf. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Sie hatten schon Erfahrungen im Vorlesen, die 23 Mädchen und Jungen, die sich am Samstagvormittag in der Stadtbibliothek Königs Wusterhausen trafen. Sie alle sind Sechstklässler, besuchen Schulen des Landkreises und sie kamen nicht alleine. Jeder von ihnen hatte seinen persönlichen Fanblock dabei: Eltern, Großeltern, Deutschlehrer.

„Als Schulsieger habt ihr schon bewiesen, dass ihr gut lesen könnt“, begrüßte Ute Köhler, Leiterin der Stadtbibliothek die Teilnehmer beim Regionalentscheid des 60. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels. „Egal, wer heute Bester wird – da ihr das Lesen für Euch entdeckt habt, seid Ihr alle Sieger“, ermunterte Ute Köhler die Mädchen und Jungen.

Diese hatten drei Minuten Zeit, ein selbst gewähltes Buch kurz vorzustellen und daraus zu lesen.

Zwei Minuten für einen Fremdtext

Die zweite Runde war anspruchsvoller. Die Teilnehmer mussten zwei Minuten lang einen Fremdtext vorlesen. „Hier zeigt sich wer Talent hat oder einfach nur gut vorbereitet ist“, erklärt Jurymitglied Franz Mönke. Die Mädchen und Jungen schlugen sich tapfer und die Jury war nicht zu beneiden um ihre Arbeit.

„Lesen macht einfach Spaß“, erklärte Leon Kauz aus Senzig und verriet auch, dass es in der Familie üblich ist, abends vor dem Schlafengehen gemeinsam zu lesen. „Ich bin zwar etwas aufgeregt, aber ich freue mich, dass ich teilnehmen darf. Egal wie es ausgeht, dabei sein ist alles“, so seine Einstellung. Auch Jannis Ermler aus Luckau hatte Spaß beim Vorlesen. „Es ist eine gute Sache, das Lesen in so einem Rahmen zu fördern“, sagt die Mutter Kristin Ermler

Vorjahressiegerin in der Jury

Neu in der sechsköpfigen Jury war die Vorjahressiegerin Karla Golze aus Luckau. „Es ist schon etwas anderes, ob man selbst liest oder bewerten muss. Manchmal musste ich schon genau überlegen, wie ich die Punkte verteile“, sagt sie. Da waren die Tipps der ehemaligen Kinderbibliothekarin Christiane Wolff vor Beginn des Wettbewerbes hilfreich. Sie bewertet schon über viele Jahre. Auch Simon Hildebrandt, Nancy Alisch und Franz Mönke sind ehemalige Sieger. Sie freuen sich jedes Jahr darauf, in der Jury mitarbeiten zu können. Vervollständigt wurde das Team vom Christiane Meyer. Sie ist ehrenamtliche Vorleserin.

Am frühen Nachmittag war es endlich so weit. Die Jury hatte sich beraten und der Sieger konnte gekürt werden. Als der Schulzendorfer Nikita Ettrich seinen Namen hörte, sprang er vor Freude in die Luft.

Deutsch als Lieblingsfach

Deutsch sei sein Lieblingsfach, sagte er später. Außerdem sei er Stammkunde in der Schulzendorfer und Zeuthener Bibliothek und schlafe auch schon mal mit seinen Büchern ein. Und wer erfährt, dass er erst seit 2014 überhaupt Deutsch spricht, weil er erst zu dieser Zeit mit seiner Mutter aus Moskau nach Schulzendorf kam, kann es kaum glauben. Sein Umgang mit der Sprache ist perfekt.

Nikita darf nun zum Bezirksausscheid fahren. Und wenn es dort auch so gut klappt, wartet am 26. Juni das Bundesfinale in Berlin auf ihn.

Von Gerlinde Irmscher

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