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Königs Wusterhausen AfD-Kundgebung und Gegendemo: In Königs Wusterhausen bleibt es friedlich
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17:23 09.11.2019
Zwischen 40 und 60 Zuhörer lauschten auf dem Kirchplatz bei Nieselregen der Rede des AfD-Vize-Kreisvorstands Benjamin Filter (l.). Quelle: Josefine Sack
Königs Wusterhausen

Das Polizeiaufgebot in Königs Wusterhausen war am Samstag überschaubar. Zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls waren in der Stadt zwei Veranstaltungen angemeldet: Die AfD hatte ab 14 Uhr unter dem Motto „Vollende die Wende“ zur Kundgebung auf den Kirchplatz geladen. Etwa zeitgleich, ab 13 Uhr, zog ein breites Bündnis gegen die Rechtspopulisten vom Bahnhof zum Schlossplatz. Die Polizei war mit einem guten Dutzend Mannschaftswagen vor Ort. Am Ende blieb es friedlich. „Etwas anderes haben wir nicht erwartet“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Süd.

Die Polizei war mit einem guten Dutzend Mannschaftswagen vor Ort. Am Ende blieb es friedlich. Quelle: Josefine Sack

Mit bunten Ballons gegen die AfD

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BDA) des Lankreises Dahme-Spreewald hatte die Gegendemonstration angemeldet. An der Aktion beteiligten sich auch einige Stadtverordnete aus Königs Wusterhausen. Den Veranstaltern zufolge kamen rund 80 Teilnehmer. „Ausreichend für das Wetter, wenn man bedenkt, dass wir nur eine Woche Zeit hatten, um die Leute zu mobilisieren“, zog Mario Berríos Miranda von der VNN/BDA Bilanz.

Mit bunten Ballons gegen die AfD: Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes hatte die Gegendemonstration angemeldet. An der Aktion beteiligten sich auch Stadtverordnete aus Königs Wusterhausen. Quelle: Josefine Sack

AfD wirft Kritikern „Stasi-Methoden“ vor

In seiner Abschlussrede am Schlossplatz warnte Berríos Miranda vor Faschismus und Fremdenfeindlichkeit: „Nazis an diesem Tag aufmarschieren zu lassen, ist nicht nur eine Provokation, sondern eine Beleidigung aller Opfer faschistischer Gewalt“, sagte er mit Blick auf die AfD-Kundgebung, die kurz darauf wenige hundert Meter entfernt stattfinden sollte.

Auch auf dem Kirchplatz blieb es, wie erwartet, ruhig. Der stellvertretende AfD-Kreisvorsitzende, Benjamin Filter, schätzte die Zahl der Teilnehmer auf 40, maximal 60. Bei Nieselregen lauschten die Zuhörer den Gastrednern. Benjamin Filter verglich die angebliche Stimmungsmache gegen die AfD sowie Angriffe auf Partei-Büros mit „Stasi-Methoden“. AfD-Gastredner Roman Kuffert aus Eberswalde sagte: „Wir sind keine Nazis. Wir sind Menschen, die ihr Land lieben.“ Er sei stolz auf den Osten. Die AfD und ihre Anhänger seien „wieder der Kern des Widerstands“.

Von Josefine Sack

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