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Königs Wusterhausen Kundgebungen blieben friedlich – 500 Teilnehmer bei AfD, 700 bei der Gegendemo
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Kundgebungen blieben friedlich – 500 Teilnehmer bei AfD, 700 bei der Gegendemo
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21:52 30.08.2019
Die Demonstranten in der Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Die Polizei ging am Freitag in Königs Wusterhausen auf Nummer sicher. Für die Stadt waren zwei Großveranstaltungen angemeldet. Die AfD hatte zum Wahlabschluss geladen. Zeitgleich zog ein breites Bündnis gegen die Rechtspopulisten auf die Straße. So kurz vor der Landtagswahl fuhren die Beamten lieber zu viel als zu wenig Kräfte auf.

Bereits am Nachmittag stand die Innenstadt voll mit Mannschaftswagen der Polizei. Am Ende blieb alles friedlich.

Am Freitag waren mehr als 1300 Menschen in Königs Wusterhausen auf der Straße: Die AfD hatte zum Wahlkampfabschluss geladen. Zeitgleich demonstrierte ein breites Bündnis gegen die Rechtspopulisten.

Bei Bier und Nina Hagens „Du hast den Farbfilm vergessen“ stimmte sich die AfD auf die Abschlussreden von Spitzenkandidat Andreas Kalbitz, Jörg Urban aus Sachsen und dem Fraktionsvorsitzenden in Thüringen, Björn Höcke, ein. Den Veranstaltern zufolge kamen mehr als 500 Teilnehmer. Die Stimmung glich einem Volksfest.

Wären da nicht die schätzungsweise mehr als 50 Hauptstadtjournalisten, darunter auch ausländische Medienvertreter, gewesen. Das große Medieninteresse mag auch an den neuesten Vorwürfen gegen Kalbitz gelegen haben – er soll an einem Sommerlager eines rechtsextremen Vereins und einer rechtsextremen Demonstration in Athen teilgenommen haben.

Kalbitz ließ sich nicht beirren. Gelassen schüttelte er im Publikum Hände, bevor er ans Rednerpult trat. Es würden plötzlich Skandale produziert, wetterte Kalbitz und ergänzte: „Es wird alles verdreht, vermengt bis zur Unkenntlichkeit. Hauptsache, es bleibt irgendwo ein Hakenkreuz hängen.“

Mit bunten Wagen gegen die AfD

Gut eine halbe Stunde lang stimmte der AfD-Politiker seine potenziellen Wähler auf Sonntag ein. Währenddessen waren die Bässe und Jubelrufe der Gegendemo nicht zu überhören. So bunt wie das Motto „Brandenburg ist mehr – bunt und vielfältig“ war auch der Zug der über 700 Teilnehmer, der vom Bahnhof durch die Stadt bis zum Parkplatz am Schloss zog, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Auf Transparenten zeigten sie, wie sie zur AfD stehen.

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und eine der kommissarischen SPD-Vorsitzenden, und Carsten Saß (CDU), Beigeordneter für Soziales, Jugend, Gesundheit und Kultur im Landkreis waren zwei der Redner, die Moderatorin Isabel Neuenfeldt auf der Bühne begrüßen konnte, neben den kulturellen Live-Acts, organisiert vom Verein Stubenrausch. „Als ich hörte, dass KW die AfD auflaufen lassen will, war das ein Grund für mich zu kommen“, so Manuela Schwesig. Sie kennt die Stadt aus der Zeit, als sie an der Fachhochschule für Finanzen studiert hat. „Ich freue mich, dass so viele Leute friedlich zusammengekommen sind und für ihr Brandenburg stehen“, sagt sie und hatte eine Bitte: „Geht alle am Sonntag zur Wahl, sorgt dafür dass die Demokraten vorne liegen und nicht die AfD, da zählt jede Stimme.“

Von Gerlinde Irmscher und Josefine Sack

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