Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen Vorerst doch keine neuen Kitaplätze in Bestensee
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen

Bestensee: Eltern beschweren sich über Pläne zu neuen Kita-Plätzen

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:02 29.01.2021
Klaus-Dieter Quasdorf, Bürgermeister von Bestensee, erhielt viele Briefe von skeptischen Erziehungsberechtigten.
Klaus-Dieter Quasdorf, Bürgermeister von Bestensee, erhielt viele Briefe von skeptischen Erziehungsberechtigten. Quelle: Oliver Fischer
Anzeige
Bestensee

Im evangelischen Kirchengemeindehaus in der Reuterstraße sollten eigentlich 18 Plätze für Kinder ab dem 3. Lebensjahr entstehen. Nun wurde dieses Vorhaben aufgrund zahlreicher Beschwerden gestoppt. So heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde Bestensee. Im August 2020 trat Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf mit der Idee, temporär Kitaplätze im evangelischen Kirchengemeindehaus zu schaffen, an Pfarrer Franziskus Jaumann heran. „Der Pfarrer stand dieser Idee sehr wohlwollend gegenüber und die Gemeindeverwaltung machte sich daran, die Umsetzung zu prüfen.“, so der Bürgermeister.

Im Oktober wurde das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport sowie die Bauaufsichtsbehörde und das Jugendamt über die Pläne informiert. Im November schließlich wurde der Ausschuss für Gesundheit und Sozialwesen, Bildung, Kultur und Sport informiert, bevor man sich danach mit der Leitung der Waldkita Pätz zusammensetzte. Ebenfalls sei über das Vorhaben in der Hauptausschusssitzung am 14. November und in der Gemeindevertretersitzung am 15. Dezember informiert worden, heißt es. Noch im Dezember wurden Vergabevermerke zur Angebotsabgabe, Planungsleistung und Nutzungsänderung durch den Gemeindekämmerer durchgeführt und die Planung durch den Bürgermeister beauftragt.

Die Eltern konnten dann im Januar die Möglichkeit nutzen, sich die entsprechenden Räume anzusehen. „Wir waren bis zu diesem Zeitpunkt der Überzeugung, im Sinne der Erziehungsberechtigten und zum Wohle der Kinder zu handeln.“, so der Bürgermeister, „Nachdem das Vorhaben vorgestellt wurde, erreichten uns zahlreiche Briefe von Eltern und Erziehungsberechtigten. Ein Großteil stand dem Vorhaben skeptisch und ablehnend gegenüber. Wir haben uns mit den Argumenten auseinandergesetzt und sind zu dem Schluss gekommen, das Projekt vorerst zu stoppen und auf den Prüfstand zu stellen.“

Aus den zahlreichen Briefen sei hervorgegangen, dass sich die Eltern vor vollendete Tatsachen gestellt fühlten und dieses Projekt nicht richtig kommuniziert wurde. Deshalb wurden die Bemühungen gestoppt, im Kirchengemeindehaus Kita-Plätze zu schaffen.

Von MAZonline