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Königs Wusterhausen Neue Coronafälle im Schlachthof Niederlehme
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen

Corona: Schlachthof Niederlehme entdeckt weitere Fälle

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18:03 06.11.2020
Wiesenhof in Niederlehme Quelle: Gerlinde Irmscher
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Dahme-Spreewald

Sieben Mitarbeiter des Wiesenhof-Schlachthofs in Niederlehme wurden bei Routinekontrollen positiv auf das Sars-CoV2-Virus getestet. Das Gesundheitsamt und die Geschäftsleitung hätten die Kontakte der Betroffenen ermittelt und sie isoliert, teilte die Kreisverwaltung am Freitagnachmittag mit, weitere Testreihen seien eingeleitet worden.

Die Corona-Lage im Landkreis Dahme-Spreewald bleibt insgesamt ernst, auch wenn der Inzidenzwert am Freitag leicht gesunken ist. Er liegt nun bei 112,4 Ansteckungen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, wie die Kreisverwaltung mitgeteilt hat. Am Donnerstag hatte er noch mit 118 seinen bisherigen Höchstwert überhaupt erreicht.

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Am Freitag wurden 28 Menschen positiv auf das neue Corona-Virus getestet. Insgesamt sind derzeit 260 Personen in Dahme-Spreewald infiziert, 20 befinden sich in stationärer Behandlung, drei davon auf der Intensivstation. 530 sind seit Ausbruch der Pandemie wieder genesen.

Die Neuinfizierten verteilen sich auf viele Städte und Gemeinden im Landkreis, mit einem Schwerpunkt in Königs Wusterhausen. Dort wurden allein 13 neue Fälle registriert.

Positive Tests in Awo-Seniorenheim

Zwei Bewohner des Awo-Seniorenheims in Wildau wurden ebenfalls positiv getestet, dort wurden weitere Tests veranlasst. Auch im Awo-Wohnpark „Schloss Glienig“ gibt es zwei Corona-Fälle. In der K&S-Seniorenresidenz in Lübben wurde das Virus bei zwölf Bewohnern, fünf Mitarbeitern und einem Gast entdeckt.

Lesen Sie auch: Darum ist der Inzidenzwert des RKI für Dahme-Spreewald niedriger als der tatsächliche

Positiv getestet wurde zudem eine Erzieherin der Kita „Zwergenland“ in Bindow, 33 Kinder und acht Erzieher werden nun als enge Kontaktpersonen ebenfalls getestet. Auch bei einem Schüler der Grundschule Bestensee wurde das Coronavirus nachgewuesen, er war aber offenbar in der Infektionszeit nicht in der Schule.

Landrat: Corona-Lage besorgniserregender denn je

Landrat Stephan Loge (SPD) nannte die Lage „besorgniserregender denn je“ und rief die Bürger auf, sich an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten, Masken zu tragen, die Corona-Warn-App zu nutzen und regelmäßig zu lüften. „Ich bin allen zutiefst verbunden, die angesichts der bereits seit Monaten andauernden, angespannten Lage mit viel Herzblut dazu beitragen, diese zu meistern − sei es in den Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, den Schulen und Kitas, im öffentlichen Nahverkehr, Einzelhandel oder eben in unseren Verwaltungen“, so Loge.

Von Carsten Schäfer