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Königs Wusterhausen Bei diesem Verein zählt jeder Schritt
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Bei diesem Verein zählt jeder Schritt
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17:35 14.05.2019
Norman Siehl auf dem Dahme-Wanderweg in Wildau, der auch Teil von zwei überregionalen Wanderwegen ist. Quelle: Frank Pawlowski
Wildau

Vögel zwitschern, das Wasser plätschert, Wiesen wiegen sich im Wind. Mitten in Wildau verläuft einer der schönsten Wanderwege der Region. Er führt direkt am Ufer der Dahme entlang, ist nur ein paar Schritte vom Stadtzentrum in der Schwartzkopff-Siedlung entfernt. „Das ist einer meiner Favoriten“, sagt Norman Siehl.

Eine Wander-Leidenschaft

Der 46-Jährige wandert für sein Leben gern. Er liebt es, an der frischen Luft zu sein, sich zu bewegen und die schöne Natur zu genießen. Das hat er von seinen Eltern, die mit ihm als Kind viel draußen waren. Später hat er die Leidenschaft fürs Wandern für sich selbst entdeckt. Sie ist so groß, dass er sich ehrenamtlich dafür engagiert. Er ist Wegewart für den Altkreis Königs Wusterhausen, übt diese Funktion auch für die Stadt Wildau aus. Und eine weiteres Ehrenamt ist noch dazu gekommen. Norman Siehl ist Mitgründer und Vorsitzender des jungen Wandervereins Dahme-Seenland, der im Frühjahr die Fontanewanderung durch die Region organisiert hat. Die Nachfrage war enorm, mehr als 100 Teilnehmer hatten sich für die verschiedenen Strecken angemeldet. Die längste war 100 Kilometer oder 130 000 Schritte lang.

Die Fontanewanderung des Vereins fand großen Zuspruch. Quelle: Gerlinde Irmscher

„Das Wandern ist im Trend“, sagt der Wildauer. Bei einigen Wanderungen hat sich die Teilnehmerzahl binnen weniger Jahre mehr als verdoppelt. „Die Leute wollen aber nicht mehr so weit wandern“, hat er festgestellt. Kürzere Strecken bis zu 15 Kilometer sind besonders gefragt. Auch wer ungeübt ist, kann das gut bewältigen. Außerdem schätzen die Teilnehmer das gemeinschaftliche Erlebnis. Das hebt auch Norman Siehl hervor. „Wandern ist etwas sehr Soziales, und man hat immer wieder andere Gesprächspartner“, sagt er.

Region lässt sich auch zu Fuß erkunden

Für Ausflüge auf dem Wasser und mit dem Rad ist die Region bekannt und beliebt. So einen Stellenwert wünscht sich Norman Siehl auch für das Wandern., „Ich möchte, dass es stärker positiv wahrgenommen wird bei den Bewohner und den Besuchern.“ Dafür will sich der Verein einsetzen, zugleich ist das seine Mission als Wegewart. Lohnende Ziele gibt es genug. Der Wanderweg am Schmöldesee in Prieros gehört zu Norman Siehls Lieblingsstrecken, ebenso schwärmt er von den Wanderweg Waldweisen in den Wäldern der Oberförsterei Hammer, auf dem die Wanderer an mehreren Lesestationen literarischen Texte entdecken können.

Norman Siehl Wander-Schuhwerk. Quelle: Frank Pawlowski

 Diese Lesefährte hat für Norman Siehl sogar das Potenzial für das Gütesiegel des Deutschen Wanderverbandes, für den er ebenfalls tätig ist. Siehl ist einer von deutschlandweit 20 Gutachtern, die Wanderwege nach bestimmten, sehr strengen Kriterien bewerten. Die besten bekommen ein Zertifikat, das ihnen eine besondere Qualität bescheinigt. Die Kommunen werben damit um Touristen. In Dahme-Spreewald ist das Gütesiegel noch nicht vergeben worden. Ein Grund dafür sei, dass Gemeinden die Kosten des Verfahrens scheuen. Außerdem kostet es Geld, die Wege zu gestalten.

Von Ragow nach Königs Wusterhausen

Zum Tag des Wanderns am 14. Mai veranstaltet der Verein eine 25-Kilometer-Wanderung zwischen Ragow und Königs Wusterhausen. Norman Siehl wird sie anführen. Ziel ist die Fontane-Ausstellung im Dahmelandmuseum. Auf der Internetseite des Vereins finden sich Berichte der zurückliegenden Wanderungen. Interessenten können hier auch Kontakt aufnehmen. Den Weg an Dahme-Ufer haben die Wildauer übrigens nicht für sich alleine. Er ist ein Teil des großen Fontanewanderweges und des neuen Paul-Gerhardt-Weges zwischen Lübben und Berlin, der in der kommenden Woche offiziell eingeweiht wird.

Von Frank Pawlowski

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