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Königs Wusterhausen Diamantene Hochzeit: Doris und Horst Kalz sind seit 60 Jahren verheiratet
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Diamantene Hochzeit: Doris und Horst Kalz sind seit 60 Jahren verheiratet
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17:48 26.09.2019
Doris und Horst Kalz feiern Diamantene Hochzeit. Quelle: Franziska Mohr
Königs Wusterhausen

„Wir stammen noch aus der Zeit, in der es sich nicht gehörte, auseinanderzugehen“, sagt Horst Kalz, der am Freitag mit seiner Frau Doris, den vier Kindern, neun Enkeln und fünf Urenkeln das Fest der Diamantenen Hochzeit feiert. Er schmunzelt.

Wie sie sich kennenlernten, vermögen beide gar nicht mehr zu sagen. „Königs Wusterhausen war damals ein Dorf. Da kannte ich die Tochter von Bäckermeister Willi Stark natürlich, der sein Geschäft in der heutigen Friedrich-Engels-/Ecke Jahnstraße hatte“, sagt der Schmiedemeister, der ebenso wie seine Frau in Königs Wusterhausen geboren wurde. Beide begegneten sich schon in den 1940er Jahren in der Jungen Gemeinde und im Kirchenchor, ehe es zwischen ihnen funkte.

Horst Kalz übernahm mit 21 Jahren den Familienbetrieb

Als Doris und Horst Kalz 1959 dann vor den Altar traten, hatten sie in ihren jungen Jahren schon einiges gemeistert. Nach dem Tod des Vaters 1945 lastete auf Horst Kalz – dem einzigen Sohn – schon früh die Verantwortung für den kurz nach der Jahrhundertwende gegründeten Familienbetrieb in der Cottbuser Straße 3. In der Tradition seines Vaters lernte er Schmied, wurde Meister und übernahm mit 21 Jahren den Betrieb, den er mehr als ein halbes Jahrhundert leitete.

In einer Handwerkerfamilie aufgewachsen, wusste Doris Kalz, was es bedeutet, einen Familienbetrieb in der DDR zu leiten. Zumal das Grundstück der Familie Kalz nach dem Krieg enteignet wurde, sodass das Paar mit drei Kindern in einer Zwei-Zimmer-Wohnung mit der Toilette über den Hof wohnte. Mehr als 40 Jahre zahlte die Familie für das eigene Grundstück in der Cottbuser Straße Pacht, ehe sie es nach der Wende zurückkaufen durfte.

Der Bau des Wohnhauses dauerte drei Jahre

Erst nach dem Bau der Mauer gestattete man der Familie, ein eigenes Haus zu bauen. Aber auch dies unter strikten Auflagen, wie keinen Baubetrieb zu binden und ohne Materialzuweisungen. So dauerte die Errichtung des eigenen Heims drei Jahre. In all dieser Zeit hatte die gelernte Sekretärin längst die Buchhaltung der Firma übernommen und sorgte sich um die drei Töchter Birgit, Marion und Simone sowie den Sohn Karsten, der die Metall-Schlosserei jetzt in der vierten Generation führt.

„In all den Jahren habe ich den bedingungslosen Einsatz meiner Frau für die Familie bewundert“, sagt der 86-jährige Horst Kalz. Es sei vor allem ihr zu verdanken, „dass unsere Familie heute ein Zusammenhalt prägt, um den uns viele beneiden“. Stolz erzählt Horst Kalz, dass ein Enkel Arzt wird und ein weiterer Vertriebsleiter in einer Handelskette ist. Sie alle reisen am Freitag an, um dem Paar zum 60. Hochzeitstag auf einer Schiffstour über die Gewässer der Region nicht nur die besten Glückwünsche zu übermitteln, sondern möglicherweise auch ein Ständchen vorzutragen. Schließlich leitete Horst Kalz mehr als 50 Jahre auch den Königs Wusterhausener Posaunenchor.

Von Franziska Mohr

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