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Königs Wusterhausen Darum musste ich bei 37 Grad das Eiscafé schließen
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Darum musste ich bei 37 Grad das Eiscafé schließen
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01:15 30.06.2019
52 Grad im Verkaufsraum, Eisverkäuferin Manuela Kurzeja musste am Mittwoch schließen. Quelle: Foto: Oliver Fischer
Königs Wusterhausen

Man sollte meinen, Hochsommer ist die beste Zeit für Eisverkäufer. Die Königs Wusterhausenerin Manuela Kurzeja hat ihr Eiscafé in der Königs Wusterhausener Innenstadt am Mittwoch aber bei 37 Grad Außentemperatur geschlossen.

Frau Kurzeja, am Mittwochnachmittag standen Kunden bei Ihnen vor verschlossener Tür. Was war da los?

Manuela Kurzeja: Ich habe mein Eiscafé tatsächlich gegen halb drei geschlossen. Es war zu heiß für Eis. Direkt hinter der Theke hatten wir Temperaturen von 45 Grad, im hinteren Bereich hat das Thermometer 52 Grad gezeigt. Das konnte ich mir und meinen Angestellten nicht länger zumuten.

Weshalb wird es bei Ihnen im Laden so heiß?

Die Kühlgeräte, die man für das Eis braucht, strahlen eine unheimliche Wärme ab. Deshalb ist es hinter der Theke immer 12 bis 15 Grad wärmer als draußen. Und weil wir im hinteren Bereich unseres Cafés kein Fenster haben und dort auch noch die Spülmaschine läuft, heizt es sich dort noch weiter auf. Das wiederum führt dazu, dass irgendwann auch die Kühlung schlapp macht. Und da ich meinen Gästen nur Eis verkaufen will, das 100-prozentig in Ordnung ist, wollte ich auch in dieser Hinsicht nichts riskieren.

Können Sie das erklären?

Unser Eis soll normalerweise eine Temperatur von minus 23 Grad haben. Am Mittwoch hat die Kühlung es aber nur noch auf minus 16 Grad herunterkühlen können. Grundsätzlich ist das kein großes Problem, wir dürften das Eis noch bis zu einer Temperatur von minus 13 Grad verkaufen. Aber weil wir auf Mehl als Stabilisator verzichten, wird unser Eis dann einfach zu weich. Im Café-Betrieb sind zwar unsere Becher eisgekühlt, aber wenn jemand eine Kugel in der Waffel nimmt, ist das Eis bei diesen Temperaturen nach zwei Minuten hinüber. Davon hat niemand etwas.

Haben Sie trotzdem dem Geschäft nachgetrauert, das ihnen möglicherweise entgangen ist?

Nein, ich glaube, dass die Schließung auch aus wirtschaftlicher Sicht die richtige Entscheidung war. Ich bin am Nachmittag noch bei anderen Eisdielen vorbeigefahren. Zwar waren alle geöffnet, aber es war überall wenig los. Die Leute zieht es bei einer solchen Hitze nicht mehr ins Eis-Café.

Für das Wochenende ist wieder Rekordhitze angesagt. Werden Sie ihren Laden wieder öffnen?

Ich versuche es. Aber wenn die Temperaturen hinter der Theke wieder genauso hoch sind wie am Mittwoch, dann schließe ich wieder.

Von Oliver Fischer

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