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Königs Wusterhausen Festwoche für die Ahrend-Orgel
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16:21 26.11.2019
Das Blechbläserensemble Harmonic Brass wird zur Orgelfestwoche erwartet. Die Musiker werden dann begleitet vom Organisten der Dresdener Frauenkirche. Quelle: Promo
Königs Wusterhausen

Wenn im kommenden Jahr die Stadt Königs Wusterhausen ihr 700-Jähriges zelebriert, sollen auch andere, kleinere Jubiläen besonders gewürdigt werden. Das, erzählt Christiane Scheetz, die Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde Königs Wusterhausen, sei ein Anlass für die Mitte Januar geplante Orgelfestwoche gewesen. Denn mit einem Konzertreigen soll das zehnjährige Bestehen der Ahrend-Orgel in der Kreuzkirche gefeiert werden. Diese Orgel ist einmalig in der Region. Und begeistert seitdem renommierte internationale Musiker und die Zuhörer gleichermaßen. Der wesentliche Grund für diese Festwoche aber ist die Tatsache, dass die Einweihung der Orgel vor zehn Jahren ebenfalls mit einer Festwoche begangenen worden ist.

Orgelfestwoche bietet ganz andere Programme als der Orgelsommer

„Wir haben ja immer den Orgelsommer, der im nächsten Jahr als Jubiläumsorgelsommer von Mai bis September laufen wird“, berichtet Christiane Scheetz. Dort aber spielten die Organisten stets solo. „Davon soll sich die Orgelfestwoche absetzen“, betont sie. Deshalb wird es im Januar zum Beispiel ein Konzert für drei Orgeln geben. Oder Orgel und Stummfilm. Unter dem Motto „Orgel &...“ sind insgesamt sechs Konzerte geplant vom 12. bis zum 19. Januar. Auftakt ist ein festlicher Gottesdienst am 12. Januar um 10.30 Uhr in der Kreuzkirche mit Oberkonsistorialrätin Christina-Maria Bammel. Am Tag darauf wird die Hausorganistin des auf Stummfilmvorführungen spezialisierten Berliner Kinos Babylon kommen. Sie wird ab 19 Uhr eine Vorführung von „Madame Dubarry“ im Kirchenschiff begleiten. Ernst Lubitsch führte Regie bei dem 1919 erschienenen Film; Pola Negri spielte die titelgebende Rolle der berühmten Mätresse des französischen Königs Louis XV.. „Die Idee ist ganz neu“, sagt Christiane Scheetz über diese musikalische Filmvorführung.

Gern gehörte Musiker kommen wieder in die Region

Zum „Tasten-Tausch“ kommt es dann am 14. Januar, wenn der Berner Cembalospieler und Organist Andreas Marti mal wieder in der Region erwartet wird. Er will Orgelwerke auf dem Cembalo und Cembalostücke auf der Orgel spielen.

Zum zehnjährigen Jubiläum der Orgel gibt es im Januar eine Festwoche. Quelle: Privat

Holger Gehring, Kreuzorganist an der Kreuzkirche in Dresden, wird gemeinsam mit einem Streichquintett am 15. Januar ab 19 Uhr Werke von Georg Friedrich Händel vortragen. Gehring begleitet nicht nur den Kreuzchor auf dessen Auslandsreisen, er musiziert außerdem mit der Dresdner Philharmonie und der Sächsischen Staatskapelle Dresden und hat mehrere Lehraufträge an Hochschulen inne. Die ihn nach Königs Wusterhausen begleitenden Streicher werden auf historischen Instrumenten spielen.

Ungewöhnliche Kombinationen

„Orgel, Saxofon, Viola und Violoncello“ ist das Programm des ebenfalls um 19 Uhr startenden nächsten Konzertes am 16. Januar überschrieben. Bratschistin Ulrike Paetz, Cellist Alexander Koderisch und an der Orgel Christiane Scheetz sind schon häufig zusammen aufgetreten, alle drei Musiker leben in Königs Wusterhausen. Diesmal werden sie von der Saxofonistin Karola Elßner begleitet. Der Kontakt, erzählt Christiane Scheetz, sei über Ulrike Paetz zustande gekommen. Denn diese ist Mitglied in der Berliner Lautten Compagney. Gerade erst hat dieses Ensemble eine neue, Werke der Renaissance mit zeitgenössischen Kompositionen verknüpfende CD herausgebracht, auf der auch Karola Elßner mitwirkt. Sie ist unter anderem Mitglied der Big Band der Deutschen Oper Berlin.

„Drei Orgeln, das ist auch eine ganz neue Idee“, kündigt Christiane Scheetz das Konzert am 17. Januar um 19 Uhr an. Mit ihren Kollegen Christine Borleis, Kantorin für Mittenwalde, Motzen, Bestensee und Gräbendorf, und Christian Finke-Tange, Kantor im Zeuthener Sprengel, wird sie Musik für zwei Truhenorgeln sowie eine Kirchenorgel aus Italien, Frankreich und Deutschland zu Gehör bringen.

Musikalischer Gottesdienst zum Abschluss

Das Blechbläserensemble Harmonic Brass wird am 18. Januar gemeinsam mit mit dem Frauenkirchenorganist Matthias Grünert aus Dresden erwartet. Das Konzert beginnt um 18 Uhr.

Die Orgelfestwoche klingt dann am Vormittag des 19. Januars ab 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst mit Posaunenchor und Kantorei aus.

Das solcherart gefeierte Instrument ist zwar erst vor zehn Jahren entstanden, es bietet aber barocke Klangvielfalt in Perfektion. Außerdem verbirgt sich das imposante Instrument hinter einem Orgelprospekt aus dem 18. Jahrhundert. Die weltweit gefragte Orgelbaufirma Ahrend aus Leer hatte die Orgel für Königs Wusterhausen im norddeutschen barocken Stil realisiert. Auch eine CD, auf der die Orgel in all ihren Facetten zu hören ist, wird demnächst erscheinen.

Karten für die Konzertegibt es einzeln oder als günstiges Abo für die gesamte Woche in der Regionalküsterei und im Musikladen Brusgatis.

Von Karen Grunow

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