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Königs Wusterhausen Traditionelles Weihnachtstauchen im Karbuschsee
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18:17 26.12.2019
Sicherheit ist wichtig. Steffen Wahl und Peer Ziegler (v.l.) überprüfen vor dem Abtauchen, ob alles in Ordnung ist. Quelle: Gerlinde Irmscher
Groß Köris

Genau zur rechten Zeit, gegen zehn Uhr am Vormittag des 2. Weihnachtsfeiertages klarte der Himmel über dem Karbuschsee in Groß Köris auf. Der Weihnachtsbaum auf dem Steg vor der Pension Schwalbennest war geschmückt und ein Stückchen weiter draußen, 30 Meter vom Ufer entfernt, ein weiterer mit Kümmerlingen geschmückter Baum in neun Meter Tiefe verankert. Ein blauer Ballon an der Wasseroberfläche kennzeichnete den Standort. Herbert Krenz von der Tauchsportgemeinschaft „Dubrow Wels 68“ hatte mit seinen Mitstreitern wieder einmal alles gut organisiert für das Weihnachtstauchen des Vereins.

Die Winterschwimmer: Dieter Irrgang, Una-Maria Deblitz, Matthias Deblitz, Horst Wünsch und Carola Deblitz (v.l.). Quelle: Gerlinde Irmscher

Nicht nur für die Aktiven ist es immer etwas ganz Besonderes, auch für die Zuschauer ist es ein Schauspiel den Tauchern zuzusehen, wie sie im Wasser verschwinden. Sieben Tauchsportler waren es in diesem Jahr. Sabine Ebermann und Lutz Dittert waren das erste Team, das unter der Wasseroberfläche verschwand. Nach 35 Minuten tauchten sie wieder auf und es war zu erkennen, dass sie Spaß hatten. Natürlich hatten sie sich auch ihr Fläschchen vom Baum gepflückt.

Mitstreiter werden gesucht

Thomas Wegener hat nur zweimal gefehlt in den 22 Jahren. „Es gehört einfach dazu und mir ist sicher nicht so kalt wie denen da draußen“, scherzte er. Gabi Wille, die Schatzmeisterin des Verein überprüft nicht nur noch einmal alle Gerätschaften bei Steffen Bohn, bevor er ins Wasser steigt, sie ist auch da, um Leute zu motivieren, im Verein mitzumachen. „Für mich ist es immer wieder ein schönes Event“, freut sich Steffen Bohn. Frank Seidlitz war anzumerken, dass er ein wenig traurig war, in diesem Jahr „nur“ als Zuschauer dabei zu sein. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er nicht mit den anderen in den Karpuschsee abtauchen.

„Wir haben uns den Karbuschsee für unser Weihnachtstauchen ausgesucht, weil hier einfach alles stimmig ist“, erklärt Herbert Krenz. Die Wasser- und Sichtverhältnisse seien gut. Im Hinterland gebe es das „Schwalbennest“. Familie Schötz sorgt „für die Stimmung, dass wir im Anschluss bei Hühnersuppe, Gänsekeule oder Rieseneisbein zum Jahresende noch einmal alle gemütlich beisammen sein können“. Die Taucher seien doch sonst meist nur in kleinen Gruppen unterwegs.

Durchwärmen und beim Tauchgang zugucken. Quelle: Gerlinde Irmscher

Jutta Hesse und Burghard Reitzl aus Königs Wusterhausen waren zum ersten Mal beim Weihnachtstauchen. Die beiden sind Hobbytaucher und hatten sich eigentlich ihre Tauchausrüstung schon zurechtgestellt, waren dann aber doch erst einmal ohne gekommen. „Wir würden uns gerne einem Verein anschließen und es wäre schön, wenn wir hier mit den Leuten ins Gespräch kommen könnten“, sagt Jutta Hesse – die beiden freuten sich, dass es klappte.

Winterschwimmer sind die wahren Helden

Wie schon in den vergangenen Jahren bewiesen die „Winterschwimmer“, dass man bei diesen Temperaturen Schwimmen kann. Herbert Krenz kündigte sie als die wahren Helden des Tages an. Der Beifall der Zuschauer war ihnen sicher. „Jeder ist ein bisschen anders verrückt“, sagt Carola Deblitz und Una-Maria Deblitz erklärt, andere gingen in die Sauna, um sich abzuhärten, sie eben ins Wasser. Für Matthias Deblitz, dem Deutschen Meister in 100 Meter Brust beim Eisschwimmen war es einfach noch ein Training, bevor er vom 4. bis 6. Januar zur Titelverteidigung nach Veitsbronn bei Nürnberg fährt.

Von Gerlinde Irmscher

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