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Königs Wusterhausen Der Kirchplatz ist ein Idyll unter Linden
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14:09 27.04.2019
Der Kirchplatz in Königs Wusterhausen Quelle: Archiv Rainer Kugel
Königs Wusterhausen

Der Kirchplatz in Königs Wusterhausen, im historischen Stadtkern gelegen, gehört mit seinen über 100-jährigen Linden, die den Kirchplatz umgeben, mit zur grünen Lunge unserer Stadt.

Pferdemarkt seit 1832

1832 erhielt Königs Wusterhausen das Recht, einen Pferde- und Krammarkt abzuhalten. Bauern aus nah und fern verkauften hier ihre landwirtschaftlichen Produkte vom eigenen Acker. Das Handwerk und kleinere Geschäfte hatten unter den Linden ihre Blütezeit. Eines der markantesten Bauwerke des Kirchplatzes ist die evangelische Kreuzkirche. Könige und Kaiser erschienen zum Gottesdienst, wenn sie im Jagdschloss Quartier bezogen hatten. Doch mit dieser Idylle ist es vorbei, obwohl die Linden alle Zeitepochen überstanden haben. Im August 1932 wurden bereits Pläne für das Kriegsdenkmal für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs entworfen. Doch es gab auch viele Stimmen, die den Platz für ungeeignet hielten und so wurde das Projekt verworfen. Viele politische Gruppierungen nutzten den Kirchplatz für ihre Aufmärsche. So zum Beispiel am 1. Mai 1935, der Tag der Arbeit, wurde vor der Apotheke des Hugo Pahl am Kirchplatz 10 die Flagge gezeigt und in Uniform stramm gestanden.

Bombemangriff am 27. Januar 1945

Viele Städte und Landstriche sind durch Bombenangriffe zerstört worden. In Königs Wusterhausen waren etwa 60 Gebäude beschädigt worden. Die Sendetürme strahlten eine gewisse Sicherheit aus und dienten feindlichen Fliegern als Richtungsweiser für Angriffe auf die Reichshauptstadt Berlin. Doch es kam anders. Am 27. Januar 1945 warf ein Feindflugzeug wegen eines Maschinenschadens eine tödliche Last über Königs Wusterhausen, die eigentlich die Schwarzkopf-Siedlung in Wildau treffen sollte, ab.

Maschinenfabrik zerstört

Sie traf die Maschinenfabrik der Herren Zeckau und Franke am Kirchplatz und zerstörte sie. Angrenzende Häuser, die Kirche und die Gewächshäuser der Gärtnerei von Hermann Götze in der alten Plantage wurden zum Teil ebenso schwer zerstört. Eine Zeitzeugin erinnert sich: „Als ich früh in das Lebensmittelgeschäft von Herrn Breitenbach neben der Kirche kam, mussten wir erstmal groß reinemachen. Ganz doll sah es im Laden aus. Alles voller Dreck und die Fenster waren kaputt. Breitenbachs Wohnung gegenüber war sehr in Mitleidenschaft gezogen. Die Dächer sind im Umkreis von 250 Metern beschädigt worden. Am folgenden Abend gab es wieder Voralarm, aber ohne jegliche Gefahr“.

Von Rainer Kugel

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