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Königs Wusterhausen Königs Wusterhausen sollte höchsten Turm der Welt bekommen
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10:42 30.07.2019
Arbeiter auf dem Funkturm von Königs Wusterhausen. Quelle: Privat
Königs Wusterhausen

Weithin sichtbar war einst die Antennenwelt mit seinen so genannten Funktürmchen auf dem Gelände des Funkerberges. Im Mittelpunkt unserer Funkturmgeschichte soll der größte Funkturm stehen. Er ragte mit einer Höhe von 243 Metern in den Königs Wusterhausener Himmel.

Turm 1924 fertiggestellt

Viele Histörchen rankten sich um diesen Stahlfachwerkturm. 1923 erteilte die Deutsche Post den Auftrag für den Bau eines freistehenden Turms. Die Konstruktion und den Bau übernahm die Honnef-Werke-AG Dinglungen in Baden. 1924 erfolgte bereits die Inbetriebnahme. Der Nachkomme eines der Arbeiter namens Trautmann aus der Berliner Straße 8 in Königs Wusterhausen stellte das Foto zur Verfügung. Es zeigt ihn und seine Arbeitskollegen, die sich am Fuße des Turms für das Erinnerungsfoto postierten.

Die Fundamente des großen Funkturms stehen noch. Der Turm selbst fiel 1972 einem Sturm zum Opfer. Quelle: kugel

Die drei Turmfüße waren im Abstand von 60 Metern befestigt. In einer Höhe von 230 Metern existierte eine Plattform von einem Durchmesser von zehn Metern. Über dieser war das Scheinwerfergerüst mit der Flugwarnbeleuchtung montiert. Ein Rohr von circa einem Meter Höhe ist in der Turmmitte vorhanden gewesen, in dem sich ein Fahrkorb und eine Steigleiter befanden. Das Rohr umgab eine Wendeltreppe mit 1400 Stufen. Eine Berechnung belegte, dass außer Winddruck von 250 Kilogramm pro Quadratmeter der Turmfläche an der Turmspitze eine Einzelkraft von 16 000 Kilogramm anliegen konnte. Der Turm selbst besaß ein Gewicht von 700 Tonnen.

1926 sollte der Turm mit einer Funkstange verlängert werden

1926 plante man, den Turm für funktechnische Zwecke des Rundfunks auszurüsten. Die Spitze sollte von 40 Meter mit einer sechs Meter hohen Funkstange verlängert werden. So hätte dadurch Königs Wusterhausen bis zu dieser Zeit den höchsten Turm der Welt gehabt und er wäre noch höher als der Pariser Eifelturm gewesen. Laut Versailler Vertrag konnte dieses Projekt leider nicht verwirklicht werden.

Herbststurm zerstörte den Turm

Am 13. November 1972 gegen 13 Uhr fiel das technische Wahrzeichen von Königs Wusterhausen einem Herbststurm zum Opfer. Trotz aller Tragik erfüllte der Umsturz des Turms den Schrottplan des Funkamtes. Eine Gedenktafel für den Dicken, wie er im Volksmund bezeichnet wurde, wurde auf dem Gelände aufgestellt, denn es sind noch die drei Fundamentreste erhalten. Sie erinnern uns heute an die damalige Rundfunkgeschichte.

Von Rainer Kugel

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