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Königs Wusterhausen Apotheker-Ehepaar aus Königs Wusterhausen verhaftet
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13:39 17.05.2019
Ein bundesweiter Apotheken-Betrug soll von Königs Wusterhausen aus gesteuert worden sein. Quelle: Ole Spata/dpa
Königs Wusterhausen

Ein Apotheker-Ehepaar aus Königs Wusterhausen soll Kopf einer Bande gewesen sein, die sich mit gefälschten Rezepten teure Medikamente beschafft und diese dann selbst abgerechnet haben soll. Ermittler aus Thüringen haben dem mutmaßlichen Treiben nun ein Ende gesetzt. Die beiden Königs Wusterhausener sowie eine Gehilfin sitzen in Untersuchungshaft.

Das bestätigte das Amtsgericht Mühlhausen am Freitag auf MAZ-Anfrage. In Thüringen tauchten laut Staatsanwaltschaft 2016 die ersten Verdachtsfälle auf, außerdem kommt eine mutmaßliche Gehilfin aus dem Raum Nordhausen. Deshalb sind thüringische Polizei und Staatsanwaltschaft in diesem Fall federführend.

Staatsanwalt Dirk Germerodt war am Freitag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. In einem MDR-Bericht hatte er diese Woche erklärt, den drei mutmaßlichen Tätern sowie weiteren Beschuldigten würden „bandenmäßiger Betrug im großen Stil“ sowie Urkundenfälschungen vorgeworfen. Er schilderte, wie es ablief. Die gefälschten Rezepte für teils mehrere tausend Euro teure Medikamente sollen bundesweit eingelöst worden sein. Die Medikamente sollen dann in der Apotheke in dem Königs Wusterhausener Ortsteil gegen echte Rezepte abgegeben und bei den Krankenkassen abgerechnet worden sein. Laut einem Bericht der Thüringer Allgemeinen wird in mehr als 200 Fällen ermittelt. Es soll sich vor allem um Medikamente gegen Rheuma, Multiple Sklerose und Arthritis gehandelt haben.

Für die gefälschten Rezept seien Patienteninformationen aus einer Datenbank für Ärzte gestohlen worden. Die Zeitung zitiert Germerodt mit der Aussage, dass der kriminelle Gewinn bei mehreren hunderttausend liege, vielleicht sogar mehr. Es sei das bisher größte Betrugsverfahren in Thüringen. Die Ermittler hatten zeitgleich acht Wohnungen in Brandenburg und Thüringen durchsucht und die Beschuldigten festgenommen.

Der Königs Wusterhausener Apotheker Knut Sabelus reagierte entsetzt. „Ich war völlig schockiert und wollte das gar nicht glauben“, sagte er der MAZ. Er musste seit Bekanntwerden des Falls schon oft erklären, dass er nicht der beschuldigte Apotheker ist und in U-Haft sitzt. „Kunden fragen, ob ich noch da bin“, sagte er.

 

Von Frank Pawlowski

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