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Königs Wusterhausen Sturm lässt die Nüsse purzeln
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Sturm lässt die Nüsse purzeln
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16:49 30.09.2019
Elizabet Volkmann sammelt auf der Mühleninsel in Königs Wusterhausen riesengroße Walnüsse ein. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Sie sind riesengroß und liegen überall herum. Elizabet Volkmann hat binnen kurzer Zeit schon so viele eingesammelt, dass die blaue Einkaufstasche randvoll gefüllt ist. Der Sturm ließ am Montag auf der Mühleninsel in Königs Wusterhausen die Walnüsse von den Bäumen purzeln.

Reiche Ernte am Nottekanal

Das bescherte der 60-Jährigen diesmal eine reiche Ernte. Jedes Jahr kommt sie dafür her. Auf dem Weg am Nottekanal zwischen dem Wasserspielplatz und der Brücke hat sie ihr Fahrrad an einem Baum abgestellt. Gebeugt geht sie durchs Gebüsch, hebt die Nüsse vom aufgeweichten Boden auf. Sie liegen auch mitten auf dem Gehweg. „Sie haben eine sehr gute Qualität und schmecken hervorragend“, sagt sie.

Die Nüsse liegen auch mitten auf dem Gehweg, werden von den Passanten aber links liegen gelassen. Quelle: Frank Pawlowski

Diese Mühleninsel-Walnüsse sind so groß wie Kartoffeln. Und sie sind sogar königlich, da ist Elizabet Volkmann sicher. Sie sagt, dass die Bäume in der Amtszeit des Soldatenkönigs Friedrich Wilhem I. im frühen 18. Jahrhundert gepflanzt wurden, sie sollen aus Italien stammen.

Niemand will sich schmutzig machen

Elizabet Volkmann muss diese besonderen Früchte aber erst ein bisschen vom Dreck befreien. Sie hat Handschuhe angezogen und außerdem eine Papierrolle dabei. Sie wischt damit nasse Erde und Laub ab. „Die Leute wollen sich nicht schmutzig machen“, sagt sie. Anders kann sie sich nicht erklären, dass die prächtigen Nüsse von den Passanten links liegen gelassen werden. Sie nimmt ein Exemplar zwischen die Hände und zerdrückt die Schale. Eine große, helle Nuss kommt zum Vorschein.

Spende für Carisatt-Laden

Sie müssen noch etwas reifen, sind aber schon genießbar, versichert sie. „Wenn man die Schale abzieht, kann man sie essen.“ Elizabet Volkmann gibt den größten Teil der Ernte im Carisatt-Laden für Bedürftige ab, den Rest behält sie für sich. Ein paar Meter weiter gibt es auch noch Haselnüsse. Aber die lässt sie für die Eichhörnchen liegen.

Elizabet Volkmann zeigt, was in den Nüssen steckt. Zum Einsammeln hat sie Handschuhe angezogen. Quelle: Frank Pawlowski

Die Königs Wusterhausenerin ist in Sorge, weil manche Besucher der Mühleninsel sich daneben benehmen. Sie machen Feuer im Gebüsch, brechen Zweige und Äste von Bäumen ab. „Das ist nicht gut. Die Leute sollen bitte nichts kaputt machen“, sagt sie.

Viele Nüsse liegen noch da

Montagmittag war das Werk vollbracht. Mit der schweren Tasche voller Nüsse macht sie sich auf den Heimweg. Es fällt gar nicht auf, dass sie so viel gesammelt hat. Der Boden ist noch reichlich bedeckt mit den riesengroßen Walnüssen.

Von Frank Pawlowski

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