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Königs Wusterhausen Königs Wusterhausen: Amtsgericht mit Baukulturpreis gekürt
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Königs Wusterhausen: Baukulturpreis 2021 fürs Amtsgericht

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11:22 23.10.2021
Seit August 2020 sind die Mitarbeiter nach Sanierung und Ausbau des Amtsgerichts wieder am altehrwürdigen Standort tätig.
Seit August 2020 sind die Mitarbeiter nach Sanierung und Ausbau des Amtsgerichts wieder am altehrwürdigen Standort tätig. Quelle: Franziska Mohr
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Potsdam

Der Brandenburgische Baukulturpreis 2021 geht nach Königs Wusterhausen. Überreicht durch Bauminister Guido Beermann erhielten Abelmann Vielain Pock Architekten aus Berlin die Auszeichnung für die Sanierung und Erweiterung des Gebäudekomplexes. Der Preis wurde bereit zum siebten Mal verliehen. Die Auszeichnung würdigt alle zwei Jahre Qualität und Engagement beim Bauen im Land Brandenburg und wird von Architektenkammer und Ingenieurkammer ausgelobt.

Die Ehrung erfolgte am Freitag in Potsdam. Schirmherr ist Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung. Für den mit 21 000 Euro dotierten Preis wurden neben dem Baukulturpreis drei Sonderpreise und ein Initiativpreis vergeben. 30 Projekte der Jahre 2019 bis 2021 wurden eingereicht.

Erbaut in der Nähe des Schlosses

Das Amtsgericht ist eines der größten erstinstanzlichen Gerichte im Land und damit ein besonderer öffentlicher Ort mit Geschichte, erbaut im Jahr 1894 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss. Das gesamte Ensemble wurde vor Beginn der Arbeiten an einem Erweiterungsbau unter Denkmalschutz gestellt. Es stehe in vielerlei Hinsicht für ein hohes Maß an Baukultur, hieß es in der Laudatio. Die sensible, städtebauliche Einpassung des großen Bauvolumens des Erweiterungsbaus bereichere den öffentlichen Raum durch eine sorgfältige Detaillierung der Fassaden. Beermann: „Ich gratuliere zum Gewinn des Preises. Mich beeindruckt die hohe Qualität, die in den Projekten zum Ausdruck kommt. Wir wollen mit dem Preis honorieren, dass baukulturelle Traditionen erhalten werden und Modernes geschaffen wird.“

Innenstädte im Wandel

Baukultur sei gemeinsames Anliegen von Brandenburgischer Architektenkammer, Brandenburgischer Ingenieurkammer und Bauministerium. „Unsere Innenstädte sind vom Wandel geprägt und stehen gerade jetzt vor großen Herausforderungen. Wir wollen gemeinsam pfleglich mit dem Gebäudebestand umgehen, alte Bauten behutsam an künftige Anforderungen wie den Klimaschutz anpassen und beim neuen Bauen darauf achten, dass beides zusammenpasst“, sagte der CDU-Politiker weiter.

Gewinn für Anwohner gehört dazu

Christian Keller, Präsident der Architektenkammer, sagte: „Beiträge zu einer hohen Baukultur im Land können sehr vielgestaltig sein. Die ausgezeichneten Bauten illustrieren das und sind gleichzeitig Ergebnis und Botschafter einer lebendigen Baukultur, die man anfassen, begehen und somit auf einer sehr persönlichen Ebene erleben kann.“ Matthias Krebs, Präsident der Ingenieurkammer, ergänzte: „Baukultur schaut ganzheitlich nicht nur auf das Bauwerk, sondern auch auf die Nutzung desselben, die Einbettung in das Stadtbild und auf den Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger.“

Eine Ausstellung zum Preis ist noch bis 29. Oktober in der Geschäftsstelle der Bundesstiftung Baukultur, Schiffbauergasse 3 in Potsdam zu sehen. Sie ist zudem unter https://baukultur-brandenburg.de/ zugänglich.

Von MAZonline