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Königs Wusterhausen Twitter-Zoff um Bürgermeister
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17:05 22.08.2018
Das Logo des Kurznachrichtendienstes Twitter. Quelle: Arno Burgi/dpa
Königs Wusterhausen

Der Königs Wusterhausener SPD-Stadtverordnete Tobias Schröter hat empört darauf reagiert, dass er Beiträge von Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) im Kurznachrichtendienst Twitter nicht mehr verfolgen und kommentieren kann. Ennullat hat den Zugang zu seinem Konto für Schröter blockiert.

SPD-Stadtverordneter Tobias Schröter darf Twitter-Beiträge des Bürgermeisters nicht mehr einsehen und kommentieren. Quelle: Privat

Der SPD-Politiker fühlt sich zensiert. „Nun wurden ihm auch meine stets sachlichen Kommentare zu kritisch“, schreibt er auf Twitter. Zuvor seien schon Hunderte Bürger und Stadtverordnete bei Facebook blockiert worden, behauptet er. Für ihn ist das Twitter-Konto von Swen Ennullat „eindeutig nicht privat“, weil nur offizielle Informationen über die Stadt und Pressemitteilungen verbreitet würden. „Davon kritische Stimmen auszuschließen, ist bedenklich“, so Schröter.

Bürgermeister Swen Ennullat twittert als Privatmann auch viel Dienstliches. Quelle: Frank Pawlowski

Swen Ennullat bestätigt, dass er Schröter blockiert habe. Die Kritik weist er jedoch zurück. Das Twitter-Konto betreibe er als Privatmann, nicht als Bürgermeister. Insgesamt habe er weniger als 20 Personen blockiert. „Das resultiert noch aus persönlichen Angriffen im Wahlkampf“, sagte er der MAZ. Als Stadtverordneter habe Schröter umfassenden Zugang zu Informationen im Rathaus. Außerdem sei er als Bürgermeister bei vielen Gelegenheiten direkt ansprechbar.

Berichte vom Bürgermeister-Alltag

Auf Twitter veröffentlicht Ennullat überwiegend Beiträge über seine Tätigkeit als Bürgermeister. So berichtete er über das jüngste Stadtfest und seine Sommertour als Rathaus-Chef. Außerdem verweist er auf Medienberichte zur Stadt, unter anderem in der MAZ, sowie auf sein Facebook-Konto. Dort finden sich zum Beispiel Fotos von Veranstaltungen und Ereignissen in der Stadt. Die Stadtverwaltung Königs Wusterhausen betreibt ein eigenes Facebook-Konto, auf dem Pressemitteilungen veröffentlicht werden. Ein Twitter-Konto hat das Rathaus nicht.

Geteiltes Echo auf Blockade

Tobias Schröter berichtet auf seinem Twitter-Konto über seine ehrenamtliche politische Arbeit, nutzt es aber auch für private Einträge. Das Echo auf seine Kritik ist auf Twitter geteilt. Ein Nutzer bezeichnete die Blockade als Willkür. Ein anderer Nutzer meinte, es gehe niemanden etwas an, was der Bürgermeister privat mache. Eine Nutzerin findet es schwierig, Privates und Dienstliches in einem Konto zu trennen. Deshalb verwende sie mehrere Konten.

Von Frank Pawlowski

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