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Königs Wusterhausen So sind die neuen Ortsbeiräte besetzt
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17:58 31.05.2019
Der Wahlausschuss Königs Wusterhausen bestätigte die Ergebnisse der Europa- und Kommunalwahl vom 26. Mai. Sie sind damit amtlich. Quelle: Stadt Königs Wusterhausen
Königs Wusterhausen

 Lutz Franzke kehrt zurück in die Königs Wusterhausener Stadtpolitik. Der Ex-Bürgermeister zieht für die SPD in den Ortsbeirat der Kernstadt ein. „Ich werde das Mandat annehmen“, sagte er am Freitag der MAZ. Die Zusammensetzung des Ortsbeirates ist fast ein Spiegelbild der Stadtverordnetenversammlung. Acht der zwölf SVV-Listen sind dort vertreten. Nach der Bestätigung der Wahlergebnisse vom 26. Mai durch den Wahlausschuss ist das jetzt amtlich.

Bestes Ergebnis für die SPD

Die SPD erreichte bei der Ortsbeiratswahl mit 26,7 Prozent ihr bestes Ergebnis in ganz Königs Wusterhausen. Sie schnitt damit besser ab als bei der SVV-Wahl, wo sie zwar ebenfalls vorne lag, aber nur 18,8 Prozent der Stimmen bekam. Im Ortsbeirat haben die Sozialdemokraten zwei der neun Sitze ergattert. Mit Franzke wird Georg Hanke einziehen. Die bisherige Ortsvorsteherin Elke Voigt verpasste den Wiedereinzug.

Einzelbewerber bekam die meisten Stimmen

Bemerkenswert ist das Abschneiden von Einzelbewerber Dirk Marx, der es auch in die SVV schaffte. Er wurde mit 1524 Stimmen in den Ortsbeirat der Kernstadt gewählt. Das ist das beste Ergebnis aller 118 Kandidaten für die acht Ortsbeiräte. Zweitbeste ist Anja Czyzewsky (AfD), ebenfalls in der Kernstadt, mit 1414 Stimmen. Jeweils einen weiteren Sitz im Ortsbeirat der Kernstadt haben CDU, Linke, Bündnisgrüne, Wir für KW und die Freie Unabhängige Wählergemeinschaft FWKW erobert. Die meisten Stimmen nach Marx und Czyzewsky bekamen bei der Ortsbeiratswahl in der Kernstadt Teresa Nordhaus von den Bündnisgrünen (1355) und Georg Hanke von der SPD (1340) sowie in Zeesen Stefan Puchert von WfKW (1181).

Einzelbewerber Dirk Marx bekam bei die meisten Stimmen aller Kandidaten für die acht Ortsbeiräte in Königs Wusterhausen. Mit 1524 Stimmen wurde er in den Ortsbeirat der Kernstadt gewählt. Quelle: Privat

Von den 48 Mandaten in den acht Ortsbeiräten der Stadt gehen 28 an Parteien und 20 an Wählergruppen und Einzelbewerber. Ein Novum ist Diepensee, wo drei Einzelbewerber im Ortsbeirat unter sich sind. In Kablow holte Ortsvorsteher Martin Meinert (CDU) das mit Abstand beste Ergebnis für seine Partei bei der Kommunalwahl. Er wurde mit 54 Prozent der Stimmen in den Ortsbeirat wiedergewählt. Das hätte eigentlich für zwei der drei Sitze gereicht, doch Meinert war der einzige CDU-Kandidat. Ebenfalls wiedergewählt wurde Einzelbewerber Ulf Brettschneider.

FWKW gewinnt in zwei Orten

Die Wählergemeinschaft FWKW hat die Ortsbeiratswahl in Niederlehme gewonnen. Sie erhielt 36,6 Prozent und errang drei Sitze. Katharina Ennullat, die Frau von Bürgermeister Swen Ennullat, holte mit 960 Stimmen das mit Abstand beste Ergebnis aller Bewerber in Niederlehme. Die bisherige Ortsvorsteherin Ina Engel (SPD) liegt mit 679 Stimmen auf dem zweiten Platz. SPD (31,8 Prozent) und Linke (23,6 Prozent) haben jeweils zwei Mandate im neuen Ortsbeirat. Auch in Wernsdorf wurde FWKW die stärkste Kraft mit 24,4 Prozent. Allerdings spiegelt sich das nicht in der Sitzverteilung wider. SPD, CDU, Linke und FDP haben wie die Wählergemeinschaft je einen Sitz. Der CDU zum Beispiel reichten dafür 10,8 Prozent der Stimmen. Das liegt an dem Verfahren, mit dem die Verteilung der Sitze errechnet wird.

WfKW in Senzig und Zeesen vorn

Die Wählergruppe Wir für KW landete in Senzig mit 33,6 Prozent auf dem ersten Platz und hat zwei Sitze im neuen Ortsbeirat. SPD, CDU, Bündnisgrüne, FDP und FWKW haben jeweils ein Mandat. In Zeesen wurde WfKW ebenfalls stärkste Kraft mit 32 Prozent, gefolgt von der CDU. Beide haben zwei Sitze im Ortsbeirat, SPD, Grüne und FWKW haben je einen Sitz.

In Zernsdorf gewann die CDU mit 18,1 Prozent. Die bisherige Ortsvorsteherin Karin Schwitalla schaffte mit 11,9 Prozent das zweitbeste Ergebnis vor der AfD, der Wählergruppe Zernsdorf lebt, der SPD, den Linken und den Grünen. Alle haben je einen Sitz im neuen Ortsbeirat.

Ortsbeirat wird angehört

SPD und CDU sind in sechs Ortsbeiräten vertreten, FWKW in fünf, Grüne und Linke in vier, WfKW in drei, AfD und FDP in zwei Ortsbeiräten. Die Ortsbeiräte werden vor SVV-Entscheidungen angehört und können unter anderem Vorschläge für Investitionen machen. Ihre Beschlüsse haben empfehlenden Charakter. Die Ortsvorsteher werden in den Ortsbeiräten gewählt. Die konstituierenden Sitzungen sind in Königs Wusterhausen, Niederlehme und Zeesen voraussichtlich am 17. Juni, in Wernsdorf und Senzig am 18. Juni, in Zernsdorf und Kablow am 20. Juni.

Von Frank Pawlowski

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