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Königs Wusterhausen Erster Spatenstich für das neue Jobcenter
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Erster Spatenstich für das neue Jobcenter
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01:15 21.06.2019
Erster Spatenstich für den Neubau des Jobcenter Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen.
Erster Spatenstich für den Neubau des Jobcenter Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen. Quelle: Frank Pawlowski
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Königs Wusterhausen

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich startete am Dienstag der Neubau des Jobcenters in der Max-Werner-Straße in Königs Wusterhausen. Der Landkreis Dahme-Spreewald errichtet das viergeschossige Gebäude hinter der Arbeitsagentur für 14 Millionen Euro. Königs Wusterhausens alte Volksschule wird ein Teil des neuen Verwaltungssitzes.

So soll der Neubau einmal aussehen. Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald

Das denkmalgeschützte Gebäude stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu DDR-Zeiten wurde hier noch unterrichtet, in den letzten Jahren stand es leer. Es wird vom Neubau eingerahmt werden. Das Jobcenter bekommt erstmals ein Domizil, in dem alle Abteilungen unter einem Dach vereint sind. Derzeit befinden sie sich verstreut an fünf Standorten in Königs Wusterhausen und Wildau. 130 Mitarbeiter werden hier einziehen. Sie kümmern sich um knapp 4100 Arbeitslose im Norden des Landkreises.

Letzte Lücke gefüllt

Das Jobcenter füllt eine letzte Lücke in der Max-Werner-Straße zwischen Amtsgericht, Finanzamt und Arbeitsagentur. „Dieses Behördenzentrum ist einmalig, ich kenne nichts Vergleichbares in einer Stadt dieser Größe“, sagte Landrat Stephan Loge (SPD). Er verwies auf weitere große Bauvorhaben des Kreises in Königs Wusterhausen in den kommenden Jahren, wie die Erweiterungen der beiden Gymnasien und den Umbau des ehemaligen Tagungshotels auf dem Funkerberg für die Volkshochschule und die Kreismusikschule. Der Kreis investiere damit insgesamt rund 50 Millionen Euro in der Stadt.

Landrat Stephan Loge bei seiner Ansprache vor der alten Volksschule. Sie wird in den Neubau integriert. Quelle: Frank Pawlowski

Der Geschäftsführer des Jobcenters, Volker Basche, schilderte, dass die vielen Standorte die Arbeit erheblich erschweren. Vom Neubau würden Mitarbeiter und Kunden profitieren. „Wir werden effizienter und bürgerfreundlicher sein.“

Fertigstellung Mitte 2022

Der Neubau soll Mitte 2022 fertiggestellt sein. Auch einige Abteilungen der Kreisverwaltung werden einziehen. Welche das sein werden, steht aber noch nicht fest. Einen Umzug des Straßenverkehrsamtes, über den spekuliert wurde, schloss der Landrat aus. „Wir wollen nicht raus aus dem Fontane-Center“, sagte Stephan Loge. Als Grund nannte er die beabsichtigte Modernisierung des Standortes durch private Investoren.

Parkhaus wird später gebaut

Ein wichtiges Detail in der Wernerstraße lässt aber noch auf sich warten. Der geplante Bau eines Parkhauses mit 171 Stellplätzen für Mitarbeiter und Besucher des Behördenzentrums soll erst nach Fertigstellung des Jobcenters in Angriff genommen werden, wie Loge verkündete. Ursprünglich sollte es zeitgleich gebaut werden. Loge sagte, er wolle dem Kreistag ein Betreibermodell für das Parkhaus vorschlagen.

Gerichtsdirektor Matthias Deller auf seinem Dienstfahrrad. Bevor es zurück nach Wildau ging, machte er eine Zwischenstopp bei der Kanalwurst-Bude. Quelle: rank Pawlowski

Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) hofft weiter auf ein größeres Parkhaus mit mehr öffentlichen Stellplätzen. „Wir würden die Mehrkosten tragen, hoffen auf ein positives Zeichen vom Kreis. Die Mittel stehen im Haushalt bereit.“ Den Neubau des Jobcenter begrüßte er. „Ich freue mich über das Bekenntnis zu Königs Wusterhausen“, sagte er der MAZ.

Nachbarn folgten der Einladung

Zum feierlichen Spatenstich waren auch die Nachbarn eingeladen worden. Pfarrer Ingo Arndt und Gemeindekirchenrat Karsten Kalz waren gekommen, die ebenfalls Bauherren sind. Der Umbau des evangelischen Pfarrhauses steht bevor. Gerichtsdirektor Matthias Deller kam mit dem Dienstfahrrad aus dem Ausweichquartier des Gerichts in Wildau angeradelt. Der Umbau des Amtsgerichts in Königs Wusterhausen ist noch im Gange. Wildaus neue Bürgermeisterin Angela Homuth (SPD) nahm ebenfalls am Spatenstich teil.

Von Frank Pawlowski

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