Königs Wusterhausen: Fahrrad-Demo Kidical Mass für bessere Radwege
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Königs Wusterhausen Königs Wusterhausen: Fahrrad-Korso und Klingelkonzert – Demo für bessere Radwege
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Königs Wusterhausen: Fahrrad-Demo Kidical Mass für bessere Radwege

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20:46 20.09.2021
Fahrrad-Demo Kidical Mass am 19.9.2021 in Königs Wusterhausen
Fahrrad-Demo Kidical Mass am 19.9.2021 in Königs Wusterhausen Quelle: Philipp Luy
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Königs Wusterhausen

Rund 80 Teilnehme demonstrierten bei einem Fahrradkorso durch Königs Wusterhausen für bessere Radwege in der Stadt. Sie beteiligten sich an einem bundesweiten Aktionswochenende, zu der die Kampagne Kidical Mass aufgerufen hatte.

Start und Ziel der Demo am Sonntagnachmittag in Königs Wusterhausen war der Kirchplatz. Die Teilnehmer zogen von hier aus auf Fahrrädern mit einem Klingelkonzert durch die Innenstadt und kehrten zur Abschlusskundgebung zum Kirchplatz zurück. „Wir waren sehr positiv vom Echo auf unseren Aufruf überrascht“, sagte Initiatorin Sara Riffel aus Niederlehme. „Den Kindern und Eltern hat es viel Spaß gemacht.“

Sichere Schulradwege bis 2030

Die Teilnehmer fordern ein kinder- und fahrradfreundliches Königs Wusterhausen. So soll es bis 2030 sichere Schulradwege-Netze in der Stadt geben, Wohngebiete sollen keinen Durchgangsverkehr haben. Eine innerörtliche Tempo-30-Zone ist eine weitere Hauptforderung. Die Infrastruktur in Königs Wusterhausen ist für Kinder und Jugendliche sehr schlecht, kritisieren die Initiatoren. Das „Elterntaxi“ sei deshalb in aller Munde. Doch das schränke den Bewegungsradius der Kinder ein. Bei sollten sie such sicher und selbstständig mit dem Fahrrad in der Stadt bewegen können.

Bei der Abschlusskundgebung schrieben und malten die Familien ihre Wünsche und Forderungen auf Postkarten. Sie sollen nach er Bundestagswahl den künftigen Abgeordneten übergeben werden, zu deren Wahlkreis Königs Wusterhausen gehört. Einige Postkarten waren auch direkt an die neue Königs Wusterhausener Bürgermeisterin Michaela Wiezorek. Sie sollen ihr demnächst überreicht werden, sagte Sara Riffel.

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Eine Online-Petition mit den Forderungen nach dem sicheren Radwegenetz ist schon von mehr als 300 Menschen unterstützt worden. Wenn das Quorum erreicht wird, werden die Stadtpolitiker aufgefordert werden, sich zu dem Thema zu äußern.

Sara Riffel hofft, dass die Demo und die Postkarten-Aktion etwas bewegen werden. „Wir hoffen, es kommt etwas in Gang“, sagte sie. Nach der gelungenen ersten Kidical-Mass-Aktion in Kölnigs Wusterhausen kann sie sich eine Neuauflage im kommenden Jahr gut vorstellen.

Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung

Der Name „Kidical Mass“ ist von Critical Mass, kritische Masse, abgeleitet, einer weltweiten Bewegung von überwiegend Radfahrern. Seit 2017 demonstrieren Radfahrer auch in deutschen Städten für mehr Platz und mehr Sicherheit auf den Straßen. Das diesjährige Motto lautete „Platz da für die nächste Generation“.

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Auch Großeltern waren am Sonntag mit dem Fahrrad dabei. Der Stadtjugendring war mit einem Stand vertreten. Kinder malten auf dem Kirchplatz. Zu den Demonstranten sprachen Vertreter von Kidical Mass und vom Fahrradclub ADFC.

Von Frank Pawlowski