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Königs Wusterhausen Zernsdorfer Grundschule zu klein für alle neuen Schulkinder
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16:14 27.12.2019
Die Grundschule in Zernsdorf. Quelle: Frank Pawlowski
Zernsdorf

Die Grundschule in Zernsdorf wird im Sommer 2020 nicht alle neuen Schulkinder aufnehmen können. Das zeichnet sich bei den Anmeldungen ab. Die Vorsitzende der Elternkonferenz, Anja Boelitz, spricht von einer „prekären Lage“. Wie das Problem gelöst werden kann, ist im Moment nicht absehbar. Es müssten drei statt wie bisher zwei neue Klassen gebildet werden. Dafür ist aber kein Platz. Nicht ausgeschlossen ist derzeit daher, dass einige Zernsdorfer Kinder in den Nachbarort Niederlehme zur Schule gehen müssen.

Gespräch im Ortsbeirat vertagt

Im Ortsbeirat am 8. Januar sollte das Schulthema auf der Tagesordnung stehen. Doch wegen der Erkrankung der zuständigen Fachbereichsleiterin Ria von Schrötter kommt es dazu nicht. Anja Boelitz, die auch stellvertretende Ortsvorsteherin ist, bedauert das sehr. „Die Zeit drängt“, sagte sie am Freitag der MAZ. Auf der nächsten Elternkonferenz im Februar sollen die Platzprobleme der Schule thematisiert werden, kündigte sie an.

Kein Puffer mehr in Schule und Hort

Anja Boelitz hatte im jüngsten Königs Wusterhausener Stadtrat schon darauf aufmerksam gemacht. „Schule und Hort platzen aus allen Nähten, es gibt keinen Puffer mehr“, sagte sie in der Einwohnerfragestunde.

Anja Boelitz (r.), die Vorsitzende der Elternkonferenz der Zernsdorfer Grundschule, hier mit Fördervereinsvorsitzender und Ivonne Schütze, hält eine Erweiterung der Schule für unausweichlich. Quelle: Frank Pawlowski

Nach ihren Angaben lägen schon 70 Anmeldungen für die neuen ersten Klassen vor. „Eine Erweiterung von Schule und Hort scheint unausweichlich zu sein.“ Von der Stadtverwaltung wollte sie wissen, wie sicher gestellt werden könne, dass auch künftig alle Schulkinder in Zernsdorf unterrichtet werden. Niederlehme kommt für sie als Ausweichstandort nicht in Frage. „Es muss das Prinzip gelten: kurze Beine, kurze Wege“, sagte sie der MAZ.

Dreizügigkeit nicht möglich

Fachbereichsleiterin Ria von Schrötter sagte in der SVV, sie verstehe den Groll der Eltern. „Wir laufen auf eine schwierige Situation zu. Wir müssen Platz schaffen bis zum nächsten Schuljahr“, so von Schrötter. Zwar seien ihr bisher 66 Anmeldungen bekannt, doch auch die seien zu viel für die zweizügige Schule. Eine Dreizügigkeit sei in der Grundschule jedoch nicht möglich. Das würden die Zernsdorfer Schülerzahlen langfristig auch nicht hergeben. Laut einer Prognose würden ab 2024 wieder weniger Kinder eingeschult werden. Ria von Schrötter versprach, alles zu versuchen, um das aktuelle Platzproblem kurzfristig zu lösen. „Ich bin zuversichtlich und hoffe, dass wir das schaffen“, sagte sie. Details nannte sie aber nicht. An der Aussage hat sich nichts geändert, wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte.

In der Zernsdorfer Grundschule werden derzeit 240 Kinder unterricht. Zuletzt gab es Probleme bei der Hortbetreuung wegen fehlender Platzkapazitäten. Einige Kinder können nun im nahe gelegenen Bürgerhaus ihre Hausaufgaben machen, auch Arbeitsgemeinschaften sollen künftig angeboten werden.

Zentrale Grundschule für 5. und 6. Klassen

Das Zernsdorfer Schulproblem bringt einen Vorschlag der Stadtverordneten Priska Wollein (UBL) wieder ins Gespräch. Sie regt einen zentralen Grundschul-Campus in der Kernstadt Königs Wusterhausen für die fünften und sechsten Klassen aus allen Ortsteilen an. Der Campus böte bessere Möglichkeiten für moderne Fachräume, Sportplätze oder Computerkabinette. Davon profitierten die Schüler und die Ortsteile, wo sich die Lage in den Grundschulen spürbar entspannen würde. Die gemeinsame Grundschule könne binnen weniger Monate in Modulbauweise errichtet werden und schon 2020 am Start sein. „Ich wünsche mir, dass wir übergreifend über politische Fraktionen und Ortsteile ganz rasch in eine konstruktive Diskussion über einen Ansatz kommen, der nicht nur pragmatisch ist, sondern auch Gerechtigkeit wahrt. Und der ein großer Beitrag für eine weitgehende Förderung der Kinder in Königs Wusterhausen wäre“, sagte Priska Wollein der MAZ.

Von Frank Pawlowski

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