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Königs Wusterhausen Harley-Geschäft brummt trotz Trump
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Harley-Geschäft brummt trotz Trump
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19:36 19.07.2018
Dirk Rosenthal ist Brandenburgs einziger Vertragshändler für Motorräder von Harley Davidson. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

 Die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump betrifft auch Königs Wusterhausen. Am Bahnhof hat Brandenburgs einziger Vertragshändler für Motorräder des amerikanischen Herstellers Harley Davidson seinen Sitz, für die seit kurzem Strafzölle gelten. Die EU hat sie als Reaktion auf neue Trump-Zölle verhängt. Rund 2000 Euro teurer ist deshalb ein Kult-Motorrad geworden.

Handelszoff noch ohne Folgen

Der transatlantische Handelszoff beeinträchtigt das Geschäft der Harley-Station in Königs Wusterhausen aber noch nicht. „Das wirkt sich gegen Null aus“, sagt Inhaber Dirk Rosenthal. Die Ankündigung der Strafzölle hat nicht dazu geführt, dass Kunden schnell noch eine Harley zum alten Preisen kauften. Aber auch mit den Zöllen brach der Umsatz nicht ein. Im Gegenteil, er steigt sogar leicht.

Preise unverändert

Das hat einen einfachen Grund. Das US-Unternehmen reicht den Strafzoll nicht an die europäischen Kunden weiter, berichtet Dirk Rosenthal. Die Preise haben sich dadurch nicht verändert. Ob der Strafzoll überhaupt Käufer abschrecken wird, ist allerdings fraglich. Wer mehrere zehntausend Euro für eine Harley hinblättert, kann den Aufschlag wohl noch verkraften.

Motorräder vor dem Verkaufsraum in einem ehemaligen Bahngebäude. Quelle: Frank Pawlowski

Ende August reist Dirk Rosenthal nach San Diego in den USA zum alljährlichen Treffen der Harley-Händler aus aller Welt. Dort erhofft er sich neue Informationen darüber, wie das Unternehmen mit der Situation umgehen wird. Zuletzt hieß es, dass die Motorrad-Produktion aus den USA in andere Länder verlegt werden soll, um die EU-Strafzölle zu umgehen.

Harley-Station vor 20. Jubiläum

Die Königs Wusterhausener Harley-Station wurde im Jahr 2000 in einem ehemaligen Bahngebäude an der Storkower Straße eröffnet. Neben der gläsernen Werkstatt gibt es einen großen Laden mit Zubehör. Dirk Rosenthal beschäftigt sieben Mitarbeiter und bildet Lehrlinge aus. Bald wird das 20. Jubiläum gefeiert. „Das war eine sehr gute Entscheidung, hierher zu kommen. Wir wachsen kontinuierlich“, sagt der Firmen-Chef. Eine gut betuchte und treue Kundschaft aus Berlin und den Boom-Regionen im Umland sorgt für steigende Umsätze.

Weitere Werkstatt und Restaurant entstehen

Das Geschäft wird nun sogar erweitert. In einem bislang ungenutzten Gebäudeteil entsteht gerade eine weitere Werkstatt für Sonderanfertigungen. Gleich daneben wird es ein kleines Restaurant geben, in dem die Gäste den Mechanikern bei der Arbeit zusehen können. Zapfhahn und Herd mit Lavasteingrill stehen schon. Die Kaffeemaschine ließ Dirk Rosenthal eigens in Holland bauen.

Eröffnung in diesem Jahr geplant

Eine kleine Karte mit Premium-Küche und regionalen Produkten ist geplant. Restaurant und Werkstatt sollen noch in diesem Jahr eröffnen.

Von Frank Pawlowksi

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