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Königs Wusterhausen Warum Smileys am Straßenrand lächeln
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00:23 24.08.2018
Ein Smiley an der Kreuzung B 179/Darwinbogen im Königspark. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Viele haben gerätselt, was die wundersamen Zeichen an Straßen zwischen Wildau und Königs Wusterhausen bedeuten. Erst waren es Herzen, dann Blumen aus Papier. Und jetzt lächelt es am Straßenrand.

Es ist wie eine Schnitzeljagd. Reporter Frank Pawlowski ist den Papierblumen von Wildau bis nach Königs Wusterhause gefolgt.

Auf der Bundesstraße 179 entlang des Königsparks bis zur Chausseestraße in Deutsch Wusterhausen hängen jetzt bunte Smileys an Ampeln und Schildermasten. Das sind gemalte Gesichter mit einem breitem Lächeln.

An exakt der selben Strecke hingen vor einigen Tagen hübsche Blumen aus Papier. Die MAZ hatte ihre Spur vom Blumenkorso in Wildau vorbei am A10-Center über die Königs Wusterhausener Umgehungsstraße bis in die Heinrich-von Kleist-Straße verfolgt.

Smiley an einem Verkehrsschild an der Königs Wusterhausener Umgehungsstraße. Quelle: Frank Pawlowski

Anonymes Bekennerschreiben

Kurz darauf traf ein anonymer, handschriftlicher Brief in der Redaktion ein. Es ist nicht erkennbar, ob ein Mann oder eine Frau ihn verfasst hat. Er beginnt mit den Worten: „Liebe MAZ. Eigentlich wollte ich nur ein Herz erreichen.“

Im Blumenkorso in Wildau begann einst die Spur der Liebeszeichen. Die Strecke am A10-Center, dem Königspark vorbei und auf der Umgehungsstraße weiter bis ins Neubaugebiet, die die MAZ dokumentierte, war laut Bekennerschreiben fast richtig. Quelle: Frank Pawlowski

Das große positive Echo der Aktion auf Facebook und in der Zeitung habe er oder sie nicht erwartet. „Ich war gerührt, als ich all die lieben Zeilen las, dass ich Hunderte Herzen erreichte und dass ich so vielen ein Lächeln schenken konnte.“ Und weiter: „Dass es Kindern so viel Spaß macht, sie zu suchen und zu entdecken, als wäre es eine Schatzsuche, davon bin ich am meisten gerührt.“

Eine Aktion aus Liebe

Und dann wird die Frage direkt beantwortet, die sich viele stellten – warum diese ganze Aktion? „Es ist Liebe. Ob ich das eine Herz erreiche, weiß ich nicht, aber es macht mich glücklich, so viele andere erreicht zu haben.“ Vorerst will der oder die Urheberin unerkannt bleiben, „zumindest so langem bis das eine Herz mich erhört.“

Zugleich wird in dem Brief angekündigt, dass es nach der dritten Aktion keine weitere in dieser Form geben werden. Falls die Smileys tatsächlich von der Person stammen, die schon die Herzen und Blumen aufgehängt hat, ist danach also Schluss. „Ich würde mich aber freuen, wenn alle ihr Lächeln beibehalten und neben sich schauen, ob es jemanden gibt, dem man auch ein Lächeln schenken könnte.“

An der Ecke Heinrich-von-Kleist-Straße und Rosa-Luxemburg-Straße in Königs Wusterhausen endete die Spur der Blumen. Quelle: Frank Pawlowski

Unterschrieben ist der Brief mit „Lieber Gruß, der Strolch“. Vielleicht ist das doch ein Hinweis darauf, dass es sich um einen Mann handelt? In dem Brief wird übrigens noch verraten, dass die die Strecke, auf der die MAZ der Blumenspur folgte, fast richtig war. Mit allen anderen Herzen, die in Pätz und Berlin gesichtet wurden, „habe ich nichts zu tun“, so der oder die Urheberin der Aktion.

Alles wurde wieder eingesammelt

Außerdem wird in dem Berief beton, dass die Herzen ordnungsgemäß wieder eingesammelt wurden, samt Klebestreifen. Die Papierblumen waren später übrigens ebenfalls fein säuberlich wieder abgenommen worden.

Von Frank Pawlowski

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