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Königs Wusterhausen So beliebt sind Königs Wusterhausens Wanderwege
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06:05 27.09.2019
Wegweiser für Wanderer im Tiergarten. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Am längsten ist der Rundweg um den Krüpelsee mit 22 Kilometern. Nur drei Kilometer lang ist der Königs Wusterhausener Abschnitt des Historischen Landwegs am Nottekanal entlang nach Zossen. Ob lang oder kurz. Die Stadt lässt sich auf vielen Wanderwegen zu Fuß erkunden. Rote, gelbe und grüne Markierungen weisen den Weg.

Christiane und Hans Rentmeister sind die ehrenamtlichen Wegewarte für Königs Wusterhausen. Quelle: Frank Pawlowski

Für den Stadtrat haben die ehrenamtlichen Wanderwegewarte Christiane und Hans Rentmeister jetzt einen Bericht vorgelegt, der einen Überblick über das aktuelle Angebot gibt. Stattliche 122 Kilometer lang ist das Netz der inzwischen 13 Wanderwege. Zwei neue sind gerade hinzugekommen und teilweise noch nicht ausgeschildert. Neben dem Landweg ist das der Buttersteig, der über die Gussower Straße in Senzig bis zur Gläsernen Molkerei nach Münchehofe führt. Mit seinen fünf Kilometern im Stadtgebiet gehört er ebenfalls zu den kleinen Strecken im Stadtgebiet.

Wegewarte seit 2007

„Das ist ein alter Handelsweg“, sagt Hans Rentmeister. Der 79-Jährige und seine Frau haben die Königs Wusterhausener Wanderwege seit 2007 unter ihren Fittichen. Sie sorgten für eine einheitliche Beschilderung, schufen Neues wie den Krüpelsee-Rundweg, verbesserten vorhandene Strecken. Inzwischen sind alle Wanderwege auch im Internet abrufbar. Auf der Seite der Stadt Königs Wusterhausen führt ein Link zu den einzelnen Strecken. Sie sind kurz beschrieben, es gibt Hinweise zur Qualität der Wege, zur Landschaft, manchmal sogar zum Spaßfaktor. Mit einem QR-Code lassen sich die Daten leicht aufs Smartphone übertragen.

Kahnfahrer im Tiergarten. Die heimatgeschichtlichen Holzskulpturen sind das Markenzeichen des beliebten Rundweges. Quelle: Frank Pawlowski

Erstmals legten Rentmeisters nun Zahlen vor, wie die Wanderwege genutzt werden. Zwar beruht das nur auf Schätzungen anhand der Seitenaufrufe im Internet. Doch daran lässt sich durchaus ablesen, wie beliebt die Wege sind. In der Rangliste ganz oben steht demnach der zwölf Kilometer lange Rundweg um den Zeesener See, dicht gefolgt vom acht Kilometer langen Tiergarten-Wanderweg. Der Rundgang durch Klein-Venedig in Neue Mühle, die Touren um Krüpelsee und Wernsdorfer See, die Sutschketal-Wanderung und der Fontanewanderweg werden ebenfalls sehr häufig angeklickt.

Jährlich 100.000 Wanderer

Wie viele Interessenten sich tatsächlich auf den Weg gemacht haben, ist unbekannt. Anhand von Schätzungen des Deutschen Wanderverbandes glaubt Rentmeister, dass jährlich mindestens 100.000 Wanderer in Königs Wusterhausen unterwegs sind.

Skulpturen im Tiergarten

Einer der attraktivsten Wege ist für Hans Rentmeister der Skulpturenpfad im Tiergarten, den er und seine Frau einst initiierten. Die Holzfiguren am Wegesrand haben alle einen Bezug zur Heimatgeschichte wie der Lange Kerl im Kirchsteig, der Fischer an der Chausseestraße, der Kahnfahrer am Fanggraben oder der Jäger mitten im Tiergarten-Wald. Auf kleinen Infotafeln wird der geschichtliche Zusammenhang erläutert. Die Stadt finanziert das Projekt. Rentmeister hofft, das zum 700. Königs Wusterhausener Jubiläum im kommenden Jahr noch vier weitere Skulpturen aufgestellt werden können. Dann ist der Pfad komplett.

Wegweiser an der L40 kurz vor Senzig. Wanderer können sich an den grünen, roten und gelben Markierungen orientieren. Quelle: Frank Pawlowski

Dass er den Bericht im Ausschuss für Stadtentwicklung vortrug, macht für ihn durchaus Sinn. Denn die Wanderwege seien ein Teil davon, müssten wie andere Vorhaben mit geplant werden. Allerdings könne sich in diesem Bereich die Königs Wusterhausens Infrastruktur inzwischen sehen lassen. „Wir haben vielleicht das am besten erhaltene Wanderwegenetz in der Region“, meint Hans Rentmeister. Die Wege haben für ihn noch eine weitere Funktion. „Sie vermitteln Heimatliebe und Naturverbundenheit.“

Wünsche für die Zukunft

Für die Zukunft wünscht er sich noch bessere gastronomische Angebote am Wegesrand für Wanderer. Außerdem schwebt ihm ein Wanderweg zwischen Wernsdorf und Königs Wusterhausen vor, weil damit ein direkter Anschluss ans benachbarte Berliner Wegenetz hergestellt wäre.

Von Frank Pawlowski

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