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Königs Wusterhausen Jobmesse lockt viele Besucher
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Jobmesse lockt viele Besucher
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00:20 27.02.2019
Die Jobmesse „Chance 2019“ am Oberstufenzentrum in Königs Wusterhausen stieß auf eine sehr gute  Besucherresonanz. Quelle: Franziska Mohr
Königs Wusterhausen

Als die erste Jobmesse vor fünf Jahren im Landkreis Dahme-Spreewald startete, gab es in der Region noch doppelt so viele Arbeitslose als gegenwärtig. Dennoch nutzten am Sonnabendvormittag mehr als 1300 Besucher die Gelegenheit, um sich an den Ständen von 60 regionalen Wirtschaftsunternehmen, Behörden und Institutionen über neue Arbeits- und Ausbildungsangebote zu informieren.

Andrang wie beim Sommerschlussverkauf

„Hier herrscht ja ein Andrang wie beim Sommerschlussverkauf“, sagte die Wildauerin Caroline Bergster, als sie kurz vor 10 Uhr die lange Warteschlange vor dem Eingang der Sporthalle des Oberstufenzentrums in der Brückenstraße erblickte, die alljährlich als Veranstaltungsort dient. Die Interessenten ließen sich dann auch nicht lange bitten.

Am Stand der Arbeitsgentur berät Bernd Lehmann (r.) nach einer Krankheit Hagen Buley bezüglich einer Umschulung. Quelle: Franziska Mohr

Schon drei Minuten später kam Achmad Kobilov am Stand der Handwerkskammer mit Stefan Zupp ins Gespräch. „Ich bringe Erfahrungen als Tischler mit und möchte jetzt gern eine Ausbildung machen“, brachte der Usbeke in gutem Deutsch sein Anliegen sofort auf den Punkt. „Das klappt sicher. Wurden schon ihre Zeugnisse übersetzt?“, öffnete der Vertreter der Handwerkskammer dem jungen Mann sofort die Tür für eine Bewerbung.

Chancen stehen nicht schlecht

Die 61-jährige Marlies Patzer hingegen erkundigte sich beim Seniorenstift in Zeuthen sowie der Seniorenheim Wildau GmbH nach ihren Chancen als Quereinsteiger im Pflegebereich. Auch im fortgeschrittenen Lebensalter stehen da die Chancen nicht schlecht. Das jedenfalls wurde ihr auf der Jobmesse von fast allen der zahlreich vertretenen Pflegeeinrichtungen bestätigt.

Haustechniker-Stelle war der Renner

Der Renner am Stand des Niederlehmer Unternehmens Gemtec war die freie Stelle als Haustechniker. Gesucht wurden dort aber auch Maschinenbediener, Schweißer und IT-Experten. Insgesamt zeigte sich auf der von der Arbeitsagentur und dem Jobcenter in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft veranstalteten Jobmesse „Chance 2019“, dass in der Region vor allem Fachkräfte im gewerblich-technischen Bereich sowie Berufskraftfahrer gesucht werden. Das trifft auch auf den Betrieb Rohr- und Anlagenbau (RAKW) zu. „Wir hatten heute schon einige ernsthafte Interessenten “, freute sich Nathalie Noffke und nahm gleich die Bewerbungsunterlagen von Wolfgang Bogan entgegen, der eine neue berufliche Herausforderung sucht.

Am Messestand der Baufirma RAKW gab Wolfgang Bogan (l.) gleich seine Bewerbung bei Nathalie Noffke und Michael Müller ab. Quelle: Franziska Mohr

Große Resonanz

„Als Neuling auf dieser Messe bin ich baff erstaunt über die große Resonanz“, zeigte sich Kiez-Geschäftsführerin Christine Schilling vom Hölzernen See angenehm überrascht. Dort ist der Generationenwechsel in vollem Gange, so dass Köche, Tierpfleger und Azubis als Kaufmann für Freizeit und Touristik gesucht werden.

Vielseitige Arbeitsangebote

Der Konditor Andreas Rothacker arbeitet in Berlin, erkundigte sich auf der Jobmesse aber nach den Konditionen der Bestenseer Bäckerei Wahl. „Das ist unser Problem. Noch pendeln täglich 37.500 Menschen aus dem Landkreis aus“, sagte Boris Müller, der seit 2015 die Arbeitsagentur LDS leitet. Und dies bei 6000 offenen Stellen in Südbrandenburg. „Die Jobmesse aber zeigt, dass die Region inzwischen sehr vielseitige Arbeitsangebote vom Helfer bis zum IT-Spezialisten bietet“, zog Müller am Sonnabendmittag ein positives Fazit der nunmehr fünften Jobmesse im Landkreis.

Der Konditor Andreas Rothacker (r.) erkundigte sich im Beisein von Arbeitsagenturleiter Boris Müller bei Stefanie Maerkisch (l.) nach den Konditionen in der Bäckerei Wahl. Quelle: Franziska Mohr

Von Franziska Mohr

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