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Königs Wusterhausen Jüdische Gemeinde fühlt sich nicht bedroht
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17:59 10.10.2019
Hier treffen sich die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Königs Wusterhausen zu Beratungen und Vorträgen Quelle: foto: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Das Attentat in Halle hat nicht nur den Zentralrat der Juden in Deutschland mit Entsetzen und tiefer Erschütterung vernommen, es auch in weiten Teilen der Bevölkerung verurteilt. In einem Döner-Imbiss und vor der Synagoge fielen Schüsse, zwei Menschen wurden getötet. Und das gerade zu der Zeit, als man in der Synagoge Jom Kippur feierte, das Versöhnungsfest. Es ist der höchste jüdische Feiertag.

In Königs Wusterhausen gibt es seit Mai 2000 eine Jüdische Gemeinde. Sie und vier weitere Gemeinden gehören dem Landesverband der Jüdischen Gemeinde Land Brandenburg an. Derzeit zählt sie 58 Gemeindemitglieder.

Vorsitzender: Leute fragen, ob es gefährlich ist, in die Gemeinderäume zu kommen

„Manchmal fragen die Leute schon, ob es gefährlich ist, in unsere Gemeinderäume zu kommen“, erklärt der Vorsitzende Leonid Gajdichowytsch. Allgemein könne gesagt werden, dass in Königs Wusterhausen seien antisemitische Angriffe eigentlich nicht zu spüren, sagt er. „Es gibt hier und da unfreundliche Worte von den Leuten“, so die Erfahrung von Leonid Gajdichowytsch. Die seien aber seiner Meinung nach nicht unbedingt auf Antisemitismus zurückzuführen, das sei wohl generell der Hass auf Ausländer, so der Gemeindevorsitzende.

„Im Prinzip haben wir eine gute Beziehung zur Bevölkerung in Königs Wusterhausen, wie auch zur Stadtverwaltung und wir können uns auch sicher fühlen durch unsere Nachbaren hier im Haus, wo sich die Gemeinderäume befinden“, sagt Leonid Gajdichowytsch. Die Nachbarn, das sind die Johanniter, die 24 Stunden vor Ort sind und sicher helfen würden, wenn es nötig ist. Zudem liegt das Gebäude im Streifenbereich der Polizei.

Polizei sichert Veranstaltungen

Auch alle Veranstaltungen, wie zum Beispiel Konzerte, die durch die Jüdische Gemeinde mit organisiert werden, verliefen bisher nach Auskunft der Polizei ohne besondere Vorkommnisse. Allerdings hat die Polizei ein Auge auf diese Veranstaltungen. So wird auch wieder für das Konzert mit dem Leon-Gurvitch-Ensemble am kommenden Sonntag im Maschinensaal des Sender- und Funktechnikmuseums ein entsprechender Einsatz geplant, hieß es von der Polizei auf MAZ-Nachfrage.

Von Gerlinde Irmscher

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