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Königs Wusterhausen Jugendliche sind vorerst obdachlos
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17:44 11.04.2019
Der Clunie-Klub am Sportplatz in Niederlehme. Quelle: Frank Pawlowski
Niederleme

Kaputte Möbel, vermüllt Räume, klebrige Böden. So ekelhaft wird der Clunie-Klub in Niederlehme oft nach privaten Feiern hinterlassen. Die Stadt vermietet die Räume, die der Klub sonst nutzt. Bisher haben die Sozialarbeiter immer alles wieder sauber gemacht und aufgeräumt. Doch damit ist erst mal Schluss.

Der Stadtjugendring als ein Nutzer des Hauses am Sportplatz zog die Reißleine, macht im Clunie vorerst keine Jugendarbeit mehr. „Wir konnten die Kinder dort nicht mehr rein lassen, ohne ihre Gesundheit zu gefährden“, sagt Geschäftsführer Thomas Thiele. „Es gab kein fließendes Wasser und der Zustand der Räume war unter aller Sau.“ Zuletzt wurden sogar Bilder abgerissen, die Klubbesucher angefertigt hatten.

Die Sozialarbeiter Thomas Wächter und Juliane Krafft bieten jetzt übergangsweise Sprechzeiten für Jugendliche im Büro in der Paul-Malzahn-Straße 11 an. Quelle: Frank Pawlowski

Die Verantwortlichen bei der Stadt finden den Zustand ebenfalls unhaltbar. „Eine Nutzung der Räume ist ausgeschlossen“, sagte Sachgebietsleiterin Claudia Baronick im Sozialausschuss der SVV. Sie bestätigte die Verwüstungen nach den privaten Feiern. Als erste Maßnahme sei schon vereinbart worden, dass die Räume wöchentlich gereinigt werden, nicht wie bisher alle zwei Wochen. Mit dem Stadtjugendring soll nun besprochen werden, was vom Inventar noch zu retten ist. „Ob es im Clunie weiter geht oder nicht, soll in kürzester Zeit entschieden werden“, sagte Baronick.

Laut Thomas Thiele gibt es demnächst einen Lokaltermin. „Wenn sich die Bedingungen nicht ändern, wird es dort keine Jugendarbeit geben können“, sagte er. Dazu gehört für ihn vor allem die Festlegung, dass die Räume bei der Rückgabe nach Vermietungen durch die Stadt kontrolliert werden. Die Sozialarbeiter würden sie künftig nur noch im vernünftigen Zustand wieder übernehmen.

Die privaten Partys finden vor allem am Wochenende statt. Die Nutzer geben die Schlüssel am Montag bei der Stadt wieder an. Am Dienstag finden die Clunie-Sozialarbeiter die Räume dann meistens verwüstet und verdreckt vor. Dienstags und donnerstags ist der Klub jeweils vier Stunden geöffnet gewesen.

Die beiden Sozialarbeiter Juliane Krafft und Thomas Wächter bieten nun im Büro in der Mazlahn-Straße am Donnerstag vorläufig Sprechzeiten für Jugendliche an. „Das ist nur eine Notlösung und überhaupt kein Klubersatz“, sagt Juliane Krafft. Jugendliche sollten aber wenigstens während der Clunie-Schließung eine Anlaufstelle haben. Im Büro erledigen alle Sozialarbeiter der Ortsteile eigentlich ihre Verwaltungsarbeiten.

Im Sommer sollten im Clunie-Gebäude erste Maßnahmen einer schrittweisen Sanierung stattfinden, die von der Stadt geplant ist.

Von Frank Pawlowski

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