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Königs Wusterhausen Keine Förderung für Feuerwehr-Neubau
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17:09 03.08.2018
Die Feuerwache in der Köpenicker Straße genügt nicht mehr den Anforderungen.
Die Feuerwache in der Köpenicker Straße genügt nicht mehr den Anforderungen. Quelle: Stadt Königs Wusterhausen
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Königs Wusterhausen

Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) hat enttäuscht darauf reagiert, dass für den Feuerwehr-Neubau auf dem Funkerberg keine Landesfördermittel in Aussicht gestellt werden. Er beruft sich auf die abschlägige Prüfung einer möglichen Förderung durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg, ILB.

Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW). Quelle: privat

Ennllat wandte sich daraufhin Hilfe suchend an Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). „Aus meiner Sicht wäre bei dem Neubau des Feuerwehrstandortes dringend mehr Unterstützung durch das Land gebeten“, schreibt er in dem Brief, den die Stadtverwaltung am Freitag veröffentlichte. Darin bittet er den Minister, eine Förderung erneut zu prüfen. Er erinnerte Schröter an dessen Besuch im vorigen Jahr bei der Königs Wusterhausener Feuerwehr, bei dem er sich ein Bild vom Zustand des Gebäudes und der Räumlichkeiten gemacht habe.

Neubau kostet 14 Millionen Euro

Die neue Feuerwache soll auf dem Funkerberg an der Berliner Straße gebaut werden, etwa auf halber Strecke zwischen dem Ortsausgang und dem Königspark. Die Stadt rechnet mit Kosten von rund 14 Millionen Euro. Zur Höhe der erhofften Förderung machte Ennullat keine Angaben. Die ILB kündigte für Montag eine Antwort auf die MAZ-Anfrage an.

Innenminister Karl-Heinz Schröter (l., SPD) soll Königs Wusterhausen helfen. Quelle: Andreas Vogel

Nach Überzeugung der Stadt ist der Neubau dringend erforderlich. Die alte Feuerwache in der Köpenicker Straße, die seit 56 Jahren genutzt wird, genüge nicht mehr den Anforderungen. Sie sei außerdem zu klein. Ennullat verweist darauf, dass 30 hauptamtliche Kameraden rund im die Uhr im Dienst seien, im vorigen Jahr rückten sie zu mehr als 1000 Einsätzen aus.

Unverantwortlicher Sparkurs

Ennullat erklärte, der Neubau sei für „die Gefahrenabwehr und Sicherheit einer ganzen Region unverzichtbar“. Er werde sich weiter dafür einsetzen: „Ein Sparkurs ist an dieser Stelle nicht zu verantworten.“

Von Frank Pawlowski