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Königs Wusterhausen Wegen Wasserschaden: Stadt sperrt Kita vorübergehend
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Wegen Wasserschaden: Stadt sperrt Kita vorübergehend
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18:53 28.05.2019
Die Kita „Klein und Groß“ in der Erich-Kästner-Straße ist seit Montag geschlossen. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Die Kita „Klein und Groß“ in der Erich-Kästner-Straße ist vorübergehend geschlossen worden. Grund sei ein Wasserschaden, der durch den Starkregen in der vorigen Woche verursacht wurde, teilte die Königs Wusterhausener Stadtverwaltung mit. „Die Sicherheit der Kinder und Kita-Mitarbeiter geht vor“, erklärte Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW). Er bat zugleich um Verständnis für die Entscheidung.

Bis Montag geschlossen

Zunächst hieß es, der Kitabetrieb werde voraussichtlich bis zum 31. Mai ausgesetzt. Doch am Dienstagnachmittag gab die Stadtverwaltung bekannt, dass die Kita auch noch am kommenden Montag geschlossen sein wird. Erst dann werden die Ergebnisse eines Gutachten zum baulichen Zustand des Gebäudes vorliegen. „Wenn die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald das Gebäude wieder freigegeben hat, wird der Betrieb der Kita wieder aufgenommen“, erklärte Stadtsprecher Reik Anton.

Kein Ersatz für Krippe und Kita

Die Hortkinder werden ab Mittwoch in der benachbarten Kästner-Grundschule betreut. Aber für die 120 Krippen- und Kitakinder gibt es laut Stadtverwaltung keine andere Möglichkeit der Betreuung in anderen Räumen oder Einrichtungen. „Das ist für viele Eltern eine Katastrophe, ein Super-Gau“, sagte Elternsprecherin Manuela Fadel, sie ist Vorsitzende des Kita-Ausschusses. Die Eltern mussten ihre Kinder kurzfristig selbst unterbringen. Nach Angaben der Arbeiterwohlfahrt, die die Kita betreibt, hat das für diese Woche geklappt. Es habe keine Anträge für eine Notbetreuung gegeben, sagte die zuständige Awo-Fachbereichsleiterin, Katja Hilbert, der MAZ.

Suche nach Alternativen

Die Awo und die Eltern warten nun gespannt auf das Urteil des Gutachters zum Gebäude. Falls die Kita doch länger geschlossen bleibt, ist für die Kinder derzeit noch kein Ersatz in Sicht. Die beiden anderen Awo-Kitas in der Stadt sind bis auf den letzten Platz gefüllt. Stadt und Awo teilten mit, dass gemeinsam nach Alternativen gesucht werde. „Wir können nur hoffen, dass die Stadt sich etwas einfallen lässt“, sagte Manuela Fadel.

Baumängel lange ein Thema

Die Kita „Klein und Groß“ machte vor einem Jahr schon einmal Schlagzeilen, nachdem in einem Gruppenraum eine Decke eingestürzt war. Zum Glück wurde niemand verletzt, die Kinder spielten gerade draußen. Der bauliche Zustand der Kita ist aber schon länger ein Thema, berichtet Manuela Fadel. Seit vielen Jahren werde auf Mängel hingewiesen, zum Beispiel am Dach. Am Gebäude sei viel geflickt worden. „Es muss jetzt gründlich etwas gemacht werden“, fordert sie. Zuletzt sei auch Schimmel festgestellt worden.

Laut Stadtverwaltung werde das Dach abgedichtet. Das Gutachten sei zu Elektroinstallationen, Unterdecken, der Dachsubstanz und der Hygiene beauftragt worden.

 

Von Frank Pawlowski

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