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Königs Wusterhausen Keine Spur vom großen Festjahr in Königs Wusterhausen
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07:39 03.02.2020
Ein kleiner Hinweis auf das Festjahr 2020 findet sich nur auf den Tafeln an den Ortseingängen von Königs Wusterhausen. Quelle: Frank Pawlowski
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Königs Wusterhausen

Mit Pauken und Trompeten startete Königs Wusterhausen am ersten Januarwochenende in das große Festjahr 2020. Es gibt viele Jubiläen zu feiern, darunter den 700. Geburtstag des Ortes und den 100. Jahrestag der ersten Rundfunkübertragung auf dem Funkerberg. Doch der Stadt ist das gar nicht anzusehen.

Nur wer mit dem Auto nach Königs Wusterhausen kommt, findet einen kleinen Hinweis an den neuen Ortstafeln. Unter „Willkommen in der Rundfunkstadt“ steht „2020 – Ganz KW feiert“. Die Jahreszahl ist gut zu erkennen, alles andere eher nicht. Die Botschaft könnte trotzdem ankommen: Hier ist in diesem Jahr was los! Eine kleingedruckte Empfehlung auf der Tafel verweist auf die „Stadt-Info am Bahnhof“.

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Was feiern sie denn? Vom großen Festjahr 2020 ist auf Königs Wusterhausens Straßen nichts zu sehen. Möglichkeiten gibt es viele. Aber „700 Jahre KW“ und „100 Jahre Rundfunk“ tauchen nur am Rande auf.

In den Fenstern der Touristinformation hängen viele Plakate. Eines gilt der Ausstellung „700 Jahre Königs Wusterhausen“ im Dahmeland-Museum. Auch drinnen ist das Info-Angebot übersichtlich. In einer Ecke steht ein Kästchen mit „Ganz KW feiert“-Blättern, die zum Stadtfest am 5. September einladen.

Den Flyer zum 100. Rundfunkjubiläum gibt es ebenfalls. Er enthält neben einer historischen Darstellung das Veranstaltungsprogramm des Museumvereins.

Auf A-4 kopiertes Programm

Neben dem Tresen hängt der gelungene Fotokalender zum Festjahr mit Motiven aus der Stadt. Im Kalender sind alle Veranstaltungen des Festjahres aufgelistet. Mitarbeiter der Tourist-Info haben das Programm auf eine A-4-Seite kopiert, damit sie Besuchern etwas mitgeben können. Viele erkundigen sich danach. Einen anderen Überblick gibt es nicht. Souvenirs zum Jubiläum wie Tassen oder Gläser sucht man vergeblich. KW-T-Shirts und zwei verschiedene KW-Beutel sind aber erhältlich.

Auf Königs Wusterhausens Straßen ist das Festjahr hingegen gar nicht präsent. Keine Banner, keine Plakate sind zu sehen, nicht mal am Rathaus. Selbst im großen Schaukasten, in dem Veranstaltungshinweise und Bekanntmachungen hängen, fehlt jeder Hinweis auf das Festjahr.

Im Dahmelandmuseum ist eine Sonderausstellung „700 Jahre Königs Wusterhausen“ zu sehen. Quelle: Frank Pawlowski

In der Bahnhofstraße sieht alles wie immer aus. In den Schaufenstern der Läden deutet nichts aufs Jubiläumsjahr hin, in den Lokalen gibt es kein spezielles KW-Gericht oder einen Rundfunk-Cocktail. Die Berlinerin Anja Merbach, die auf dem Weg zu einer Bekannten ist, sucht am Stadtbrunnen auf dem Smartphone den Weg. Sie ist zum ersten Mal in Königs Wusterhausen, findet die Stadt nett. Vom Festjahr hat sie aber bisher noch nichts gehört.

„Nichts davon mitbekommen“

Auch der Mann, der am Fontanecenter aus dem Auto steigt, zuckt nur mit den Schultern. Er weißt nichts von den beiden großen Jubiläen. „Davon habe ich nichts mitbekommen“, sagt er und geht rasch hinüber ins Haus.

Aufsteller im Sendermuseum auf dem Funkerberg. Quelle: Frank Pawlowski

Selbst am Schlossplatz ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, dass das Dahmeland-Museum eine Sonderausstellung zum Ortsjubiläum zeigt. Nur ein kleines Plakat hängt am Tor. Dabei läuft die gerade eröffnete Ausstellung noch das ganze Jahr. Der Besuch lohnt sich schon für das Modell, das zeigt, wie Königs Wusterhausen um 1800 aussah. Heinz Flieger vom Museumsverein hat ein Jahr daran gebaut. Es hätte im Jubiläumsjahr eigentlich einen Platz im Rathaus verdient. Betrachter erfahren zugleich etwas zur Geschichte. Eine Stimme erläutert, was auf dem Modell zu sehen ist.

Das Sendermuseum auf dem Funkerberg muss man schon betreten, um einen Hinweis auf das Jubiläum zu bekommen. Der große Aufsteller „100 Jahre Rundfunk“ steht im Flur. Der Verein bietet allerdings auch passende Souvenirs wie T-Shirts an. Demnächst kommen Tassen dazu. Besonders stolz ist der Verein auf ein Mini-Radio, das eigens für das Jubiläum gebaut wurde. Diese Rarität gibt es aber nicht zu kaufen. Die Radios werden bei Veranstaltungen verlost.

Von Frank Pawlowski

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