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Königs Wusterhausen Stadtrat vertagt umstrittenen Beschluss
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Stadtrat vertagt umstrittenen Beschluss
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01:16 16.05.2019
Mitglieder der Zeesener Bürgerinitiative „Rettet den Wald an der Schütte-Lanz-Straße“ vor dem Sitzungssaal der SVV in Königs Wusterhausen. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Zum Bau von Seniorenwohnungen an der Schütte-Lanz-Straße in Zeesen ist im Königs Wusterhausener Stadtrat keine Entscheidung gefallen. Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) zog eine Beschlussvorlage zur Änderung des Bebauungsplanes zurück. „Wir erkannten zusätzlichen Gesprächsbedarf“, sagte er in der Sitzung am Montagabend.

Nun soll in der neuen SVV noch einmal darüber beraten werden, die am 26. Mai gewählt wird. Das Vorhaben ist umstritten, weil für den Wohnungsbau rund 2,5 Hektar Wald gerodet werden müssen. Eine Bürgerinitiative „Rettet den Wald“ will das verhindern. Mehrere Vertreter waren zur SVV gekommen, sie äußerten in der Einwohnerfragestunde ihre Bedenken. Mit der Vertagung des Beschlusses geben sie sich nicht zufrieden. „Es ist ein erster Schritt, aber gewonnen ist noch nichts“, sagte Lothar Spiller von der Initiative. „Bei der Politik kam an, was uns Bürgern wichtig ist.“

Es sollen nun weiter Unterschriften in der Stadt gegen die Waldrodung gesammelt werden. Die Initiative will sich auch in der Politik weiter Gehör verschaffen. Der Bürgermeister versprach bereits, dass Vertreter der BI in die künftigen Beratungen einbezogen werden sollen.

SVV-Besucherin Marina Kreisel sagte in der Sitzung: „Ich möchte mich beim Bürgermeister bedanken, dass im Zusammenwirken mit den Fraktionen die Vernunft gesiegt hat.“ Sie schlug die Bildung einer Umwelt-Arbeitsgruppe in der neuen SVV vor. „Es wird nicht nur um dieses Waldstück gehen. Wir haben zunehmende Begehrlichkeiten, die auch andere Flächen betreffen.“ SPD-Fraktionschef Ludwig Scheetz sprach sich dafür aus, die Erarbeitung eines Leitbildes für Königs Wusterhausen wieder aufzunehmen. Es soll beantworten, wie sich die Stadt entwickeln soll. „Wir werden uns dem Wachstumsdruck nicht vollständig entziehen können“, sagt er.

Investoren wollen in Zeesen 80 bis 100 Seniorenwohnungen errichten. Die Stadt sieht dafür einen Bedarf und will für diesen Zweck den Bau ermöglichen. Eine städtebauliche Lücke werde damit geschlossen. Eine neue Fläche soll aufgeforstet werden. Gegen die Waldrodung hatten die Forst und mehrere Bürger Einwände erhoben, die Naturschutzbehörde und weitere Ämter hatten hingegen keine Einwände.

Von Frank Pawlowski

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