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Königs Wusterhausen So funktioniert eine moderne Apotheke
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17:53 25.09.2019
Inhaber Knut Sabelus zeigt Mitgliedern der Diabetes-Selbsthilfegruppe den neuen Arzneimittel-Automaten in der Königs Wusterhausener Apotheke. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Mitglieder der Diabetes-Selbsthilfegruppe Königs Wusterhausen hatten die seltene Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen einer Apotheke zu werfen. Inhaber Knut Sabelus hatte sie dazu am Mittwoch in die Königs Wusterhausener Filiale eingeladen.

Partnerschaft seit 25 Jahren

Mit der Diabetes-Gruppe ist er eng verbunden. Der Eröffnungstag der Apotheke vor 25 Jahren ist auch der Gründungstag der Selbsthilfegruppe. Knut Sabelus ist seither einer ihrer wichtigsten Unterstützer. Sein jüngstes Angebot für einen Rundgang wurde dankbar angenommen, wie Vorsitzende Erika Göldner berichtete. Es hatten sich so viele Mitglieder angemeldet, dass es zwei Durchgänge geben musste.

Die Besucher konnten sich überall umschauen. Quelle: Frank Pawlowski

Die Königs Wusterhausener Apotheke war erst kürzlich umgebaut und modernisiert worden. „Alles hier ist auf dem neuesten Stand“, sagte Sabelus zu den Besuchern. An einer Kasse konnten sie sich davon gleich überzeugen. Sie kann Rezepte einlesen und überprüfen, erledigt gleichzeitig Abrechnungen, hat Zugriff auf riesige Datenbanken und kann neuerdings sogar gefälschte Arzneimittel erkennen. „Das passiert alles in Sekundenbruchteilen“, erklärte Sabelus.

Automatische Lagerung

Besonders staunten die Besucher vor dem neuen Arzneimittel-Automaten. Er befindet sich gleich hinter dem Verkaufsraum. Durch das kleine Fenster einer Tür war ein Roboter zu sehen, der unentwegt Schachteln zwischen zwei raumhohen Regalwänden hin und her bewegte. Sie werden der Größe nach einsortiert und ständig umgeräumt, um den Patz am besten auszunutzen. „Nur der Roboter weiß noch, wo das Medikament ist“, erklärte Sabelus. Aus kleinen Schächten purzelt es hinter dem Tresen im Verkaufsraum auf Knopfdruck heraus. Knapp 10.000 Packungen werden hier derzeit gelagert, Platz ist für fast doppelt so viele.

Erika Göldner, Vorsitzende der Diabetes-SHG. Sie schaute nur kurz vorbei, musste dann zu einem Termin. Quelle: Frank Pawlowski

Ein Bereich muss aber noch weitgehend ohne Technik auskommen. „Die Rezepturen sind das letzte Stück Handwerk in der Apotheke“, sagte Sabelus. Vor allem Salben werden hergestellt, aber auch Zäpfchen. Gut eine Stunde dauerte der kurzweilige und informative Rundgang. Dass es selbst in der modernsten Apotheke nicht ohne Fachpersonal geht, erwähnte Sabelus mehrfach: „Wir würden uns noch mehr Mitarbeiter wünschen, es gibt bloß keine.“

Besucher waren begeistert

Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe waren durchweg begeistert. „Ich hätte nicht gedacht, dass da so viel Technik im Spiel ist“, sagte Karla Bennert. Und Brigitte Schwertner meinte: „Ich habe viel dazu gelernt.“ Die Königs Wusterhausener Diabetes-Selbsthilfegruppe ist mit 73 Mitgliedern die größte im Brandenburger Landesverband. Im Dezember gibt es einen Festakt zum 25. Jubiläum. ,

Von Frank Pawlowski, Meret Menge

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